Mondphasen im November 2026
Der November 2026 ist der stillste Monat des Jahres. Der abnehmende Mond am 2. November steht passend zu Allerseelen im Feuerzeichen Löwe. Das innere Feuer leuchtet, während die äußere Welt kühler und dunkler wird.
Der Neumond am 9. November im tiefgründigen Wasserzeichen Skorpion bringt die intensivste Neumondenergie des Jahres. Dies ist die Zeit für Transformation, Loslassen und tiefe innere Arbeit. Ab dem 16. November wächst der Mond im innovativen Wassermann – eine Phase, die geistige Freiheit und neue Perspektiven fördert.
Der Vollmond am 24. November wechselt um die Mittagszeit vom Stier in die kommunikativen Zwillinge. Dieser letzte herbstliche Vollmond erleuchtet die langen Novembernächte und lädt ein, Wissen zu teilen und Geschichten zu erzählen – eine uralte Tradition der dunklen Monate.
Kräuter & Heilpflanzen
Im November ruht die Kräuterernte weitgehend. Die Arbeit verlagert sich nach drinnen:
Ingwer: Die wärmende Wurzel ist jetzt besonders gefragt. Bei zunehmendem Mond an Wurzeltagen wird eine Ingwerpaste angesetzt: frischen Ingwer fein reiben, mit Honig und Zitronensaft vermischen und in Gläser füllen. Ein Teelöffel in heißem Wasser aufgelöst ergibt sofort einen wärmenden Tee. Die Paste hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Kein Honig für Säuglinge unter 12 Monaten.
Thymian: Jetzt werden die getrockneten Thymianvorräte geprüft und sortiert. Bei abnehmendem Mond ist die beste Zeit, Kräuterdosen zu sichten, verbrauchte Vorräte nachzufüllen und die Qualität der getrockneten Kräuter zu beurteilen. Kräuter, die ihr Aroma verloren haben, werden kompostiert.
Salbei: Bei abnehmendem Mond im Skorpion werden Salbei-Räucherbündel (Smudge Sticks) gebunden: getrocknete Salbeistängel fest mit Baumwollfaden umwickeln und nachtrocknen lassen. Die Bündel dienen nach altem Brauch für Reinigungsräucherungen in der dunklen Jahreszeit und als Geschenke.
Ätherische Öle
Die dunkle Jahreszeit verlangt nach Duft und Wärme:
Weihrauchöl: Zum Skorpion-Neumond am 9. November passt nach der Mondtradition eine winterliche Meditationsmischung: Weihrauch mit Myrrhe und einem Hauch Zeder in der Duftlampe. Seit Jahrhunderten begleitet dieser Duft Meditation, Gebet und Innenschau. In der Stille des Novembers kommt er besonders zur Geltung.
Orangenöl: Ab Mitte November beginnt die Vorfreude auf den Advent. Bei zunehmendem Mond entsteht eine adventliche Duftmischung: Orange, Zimt, Nelke und Sternanis verbreiten in der Duftlampe oder als Raumspray vorweihnachtliche Stimmung. In der Aromatradition gilt der Orangenduft als Lichtblick in der Novemberschwermut.
Zedernöl: Der holzige Duft der Zeder gilt in der Aromatradition als erdend – passend zur windigen, unbeständigen Novemberzeit. Bei zunehmendem Mond an einem Wurzeltag wird ein Massageöl aus Zedernöl, Vetiver und Patchouli in Sesamöl gemischt. Man sagt ihm nach, zu wärmen und das Selbstvertrauen zu stärken. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 12 Jahren kein Zedernöl verwenden.
Heilsteine
Die langen Novembernächte bieten besonders viel Mondlicht für die Steinarbeit:
Amethyst: Aufgeladen wird der violette Meditationsstein nach altem Brauch beim Vollmond am 24. November. Der Zwillinge-Energie schreibt die Mondtradition geistige Beweglichkeit zu. In der Steinheilkunde gilt der Amethyst als Begleiter für innere Ruhe und spirituelle Erkenntnis in der dunklen Jahreszeit.
Mondstein: Auch der Mondstein wird traditionell in dieser Vollmondnacht aufgeladen. Seiner sanften, femininen Energie wird nachgesagt, die Intuition zu stärken. Dafür liegt er in einer klaren Vollmondnacht draußen – die kalte Novemberluft soll die Aufladung verstärken.
Obsidian: Für die Reinigung des schwarzen Schutzsteins nennt die Steinheilkunde den Skorpion-Neumond am 9. November. Die Skorpion-Energie soll alte, festgesetzte Energiemuster aus dem Stein lösen. Danach gilt er als Begleiter durch die dunkle Jahreshälfte.
Hausmittel
Im November wurden in vielen Häusern die Vorräte für die Erkältungszeit aufgefüllt:
Erkältungstee: Bei zunehmendem Mond werden die Teevorräte aufgefüllt: Holunderblüten, Lindenblüten, Thymian, Salbei und eine Prise Ingwer ergeben eine kräftige Wintermischung. In großen, luftdichten Dosen aufbewahrt, steht der Tee den ganzen Winter bereit.
Honig-Zitrone: Der einfachste Klassiker der kalten Jahreszeit. Ein Glas warmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone und einem Löffel regionalen Honigs ist das überlieferte Ritual, das von innen wärmt; Mondkalender legen es auf den zunehmenden Mond. Kein Honig für Säuglinge unter 12 Monaten.
Wadenwickel: Wickeltücher und Zubehör für Wadenwickel werden jetzt vorbereitet und griffbereit in die Hausapotheke gelegt. In vielen Familien gehören Wadenwickel seit Generationen zu den ersten Handgriffen bei Fieber. Nur bei warmen Füßen und ohne Schüttelfrost anwenden. Säuglingen unter 3 Monaten keine Wadenwickel anlegen, unter 6 Monaten nur unter ärztlicher Anleitung, bei älteren Kindern nur nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis; bei Fieber über 40 °C oder länger als drei Tage ärztlichen Rat einholen. Die Vorbereitung bei abnehmendem Mond sorgt für Ordnung und Bereitschaft.
Jetzt ist auch die Zeit, Orangen-Nelken-Pomander zu stecken: Die mit Gewürznelken gespickten Orangen brauchen einige Wochen zum Trocknen und duften nach altem Brauch pünktlich zum Advent.
Saisonale Besonderheiten
Der November ist der Monat des Gedenkens und der Stille. Allerseelen (2. November) und Totensonntag (Ende November) laden ein, der Verstorbenen zu gedenken. In vielen Regionen werden Gräber geschmückt, Kerzen angezündet und Gebete gesprochen.
In der Volksmedizin gilt der November als Monat der inneren Einkehr. Die Natur hat sich endgültig zur Ruhe begeben: Die Bäume sind kahl, die letzten Blätter fallen, und der erste Frost überzieht die Landschaft mit Reif. Diese äußere Stille spiegelt sich idealerweise in der inneren Welt wider.
Der Nebel des Novembers galt in der alten Tradition als Zeichen der dünnen Grenzen zwischen den Welten. Morgens, wenn der Nebel über den Wiesen liegt, scheinen die Konturen der Realität zu verschwimmen – ein Bild, das zur Meditation und Innenschau einlädt.
Die Bauernregel sagt: „Novembermorgen mit Nebel und Wind – Dezember dann milde gestimmt.” Der Martinstag (11. November) markiert das Ende der Erntezeit und den Beginn der Winterruhe. Traditionell werden an Sankt Martin Laternen getragen, Gänse gebraten und der heilige Martin als Schutzpatron der Armen geehrt.
Die langen Abende eignen sich, um die Kräuteraufzeichnungen des Jahres zu sichten, Rezepte zu notieren und das Erntejahr Revue passieren zu lassen: Welche Kräuter gediehen besonders gut, welche Zubereitungen sollen im nächsten Jahr wieder auf den Tisch? Das Kräutertagebuch ist ein wertvoller Schatz, der von Jahr zu Jahr wächst.