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Mondkalender

Bauernkalender · Monat 11

Bauernregeln im November.

Die Lostage im November mit ihren überlieferten Wetter- und Bauernregeln – und was sie im bäuerlichen Jahr bedeuteten. Die Wochentage gelten für November 2026.

Sonntag, 1. November 2026

Allerheiligen

„Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer.“

Am 1. November gedenkt die Kirche aller Heiligen, auch der namenlosen; mit dem folgenden Allerseelentag sind Gräberbesuch und Grablichter verbunden, in Bayern und Österreich auch der Allerheiligenstriezel als Patengeschenk. Die Bauernregel rechnete mit einem Wechselspiel: Kam der Winter früh, folgte um Martini oft noch ein milder Nachsommer.

Freitag, 6. November 2026

Leonhard (Leonhardi)

„Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre.“

Leonhard von Limoges lebte im 6. Jahrhundert als Einsiedler und wurde in Bayern und Österreich zum großen Viehpatron, besonders der Pferde. Bis heute ziehen zu Leonhardi geschmückte Gespanne bei Leonhardiritten und -fahrten, etwa in Bad Tölz, zur Pferdesegnung um die Kirche. Der Spruch erinnert daran, dass die Zugtiere nach Ernte und Herbstbestellung ihren Ehrentag hatten.

Mittwoch, 11. November 2026

Martini (St. Martin)

„Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.“

Alter Zins-, Pacht- und Schlachttermin sowie Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres; die Martinsgans gehört zum Brauchtum. Nach alter Sammelregel künden Reif und Sonnenschein einen strengen, Nebel und feuchte Witterung einen milden Winter an.

Donnerstag, 19. November 2026

Elisabeth (St. Elisabeth)

„Sankt Elisabeth zeigt an, was der Winter für ein Mann.“

Elisabeth von Thüringen, eine ungarische Königstochter, lebte als Landgräfin auf der Wartburg und gründete nach dem Tod ihres Mannes in Marburg ein Hospital, in dem sie Arme und Kranke pflegte; sie starb 1231 mit 24 Jahren. Nach alter Bauernregel ließ das Wetter um ihren Tag erkennen, wie streng der kommende Winter ausfallen würde.

Mittwoch, 25. November 2026

Katharina (Kathrein)

„Wie das Wetter um Kathrein, wird's den ganzen Winter sein.“

Katharina von Alexandria, nach der Legende eine gelehrte Märtyrerin und mit dem Rad dargestellt, gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Mit dem Kathreintanz endete vielerorts die Tanzzeit vor dem Advent („Kathrein stellt den Tanz ein“). Ihr Wetter galt im Bauernkalender als Spiegel des ganzen Winters.

Montag, 30. November 2026

Andreas (St. Andreas)

„Andreas, hell und klar, verspricht ein gutes Jahr.“

Der Apostel Andreas, Fischer und Bruder des Petrus, starb der Legende nach an einem schrägen Kreuz, dem Andreaskreuz; der Advent beginnt am Sonntag, der seinem Tag am nächsten liegt. Die Andreasnacht zählte zu den Losnächten, in denen junge Frauen nach altem Brauch Orakel über den künftigen Bräutigam befragten. Ein heller Andreastag galt der Bauernregel als gutes Vorzeichen für das kommende Jahr.

Mondphasen und Pflanzentage: Mondkalender November

Häufige Fragen

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Welche Bauernregeln gibt es für den November?
Zu den bekanntesten Bauernregeln im November gehören: „Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer.“ (Allerheiligen, 1. November); „Nach der vielen Arbeit Schwere, an Leonhardi die Rösser ehre.“ (Leonhard, 6. November); „Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.“ (Martini, 11. November).
Welche Lostage fallen in den November?
Der Bauernkalender kennt im November 6 Lostage: Allerheiligen (1. November), Leonhard (6. November), Martini (11. November), Elisabeth (19. November), Katharina (25. November), Andreas (30. November).
Bauernregeln sind überliefertes Erfahrungswissen aus der Zeit vor der modernen Wettervorhersage. Durch die Kalenderreform von 1582 haben sich viele Termine um rund zehn Tage verschoben.