Mondphasen im März 2027
Der März 2027 beginnt mit abnehmendem Mond; vom 2. bis 4. März stehen Wurzeltage im Steinbock an. Der Neumond am 8. März in den Fischen fällt auf einen Blatttag. Viele Mondkalender lassen an diesem Tag Aussaat und Ernte ruhen, Paungger und Poppe verbinden ihn mit Verzicht und Fasten.
Ab dem 9. März nimmt der Mond zu: Fruchttage im Widder, am 12. und 13. März Wurzeltage im Stier, dann Blütetage in den Zwillingen. Das Erste Viertel am 15. März steht ebenfalls in den Zwillingen. Es folgen Blatttage im Krebs (16. und 17. März), Fruchttage im Löwen und Wurzeltage in der Jungfrau, in die am 20. März der Frühlingsanfang fällt.
Der Vollmond am 22. März in der Waage ist der erste Vollmond des Frühlings, an ihm hängt das Osterdatum. Danach nimmt der Mond ab und begleitet die Karwoche: Blatttage im Skorpion an Gründonnerstag und Karfreitag (25. und 26. März), Fruchttage im Schützen über Ostern. Das Letzte Viertel am 30. März steht im Steinbock, der Monat endet mit Wurzeltagen.
Kräuter & Heilpflanzen
Die Mondregel der Bauerngärten, über Generationen weitergegeben, ordnet Blätter dem zunehmenden Mond an Blatttagen zu, Wurzeln dem abnehmenden Mond an Wurzeltagen. Gesammelt wird nur, was sicher bestimmt ist.
Brennnessel (Urtica dioica): Die jungen Triebspitzen sind der Klassiker der Märzsammlung; als überlieferter Blatttermin gelten der 16. und 17. März im Krebs. In vielen Familien wanderten die ersten Brennnesseln am Gründonnerstag in die Kräutersuppe – am 25. März ebenfalls ein Blatttag, allerdings bei abnehmendem Mond.
Löwenzahn (Taraxacum officinale): Die zarten Blätter der flachen Rosetten kamen in Bauernküchen als erster Frühlingssalat auf den Tisch. Die Wurzeln grub man der Überlieferung nach an Wurzeltagen bei abnehmendem Mond, 2027 also am 2. bis 4. oder 29. bis 31. März.
Schafgarbe und Spitzwegerich: Für die ersten Blattrosetten der Schafgarbe und die frischen Blätter des Spitzwegerichs gelten traditionell dieselben Krebstage. Aus Spitzwegerich und Honig kochte man in Bauernküchen einen Sirup für die Hustenzeit ein. Honig ist für Säuglinge unter zwölf Monaten tabu.
Klette (Arctium lappa): Die Wurzeln werden gegraben, bevor die zweijährige Pflanze ihren Blütenstängel treibt – nach dem Mondkalender an den Wurzeltagen am Monatsende. Aus ihnen setzte man das Klettenwurzelöl für die Haarpflege an.
Ätherische Öle
Ätherische Öle niemals unverdünnt auf die Haut geben; in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern vorher Hebamme oder Ärztin fragen.
Rosmarinöl: Für ein Frühjahrs-Massageöl kommen 10 Tropfen Rosmarinöl auf 50 ml Mandelöl, angesetzt an den Fruchttagen im Widder, 9. bis 11. März. Man sagte dem Einreiben mit Rosmarin nach, es vertreibe die Trägheit des ausklingenden Winters. Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht bei Epilepsie und nicht bei Kindern unter 12 Jahren verwenden.
Zitronenöl: Paungger und Poppe ordnen das Putzen dem abnehmenden Mond zu – im März 2027 der ersten Woche und den Tagen ab dem 23. März. 10 Tropfen Zitronenöl in einer Sprühflasche mit gleichen Teilen Wasser und Essig ergeben eine duftende Putzmischung; Essig nicht auf Marmor oder Naturstein, und in Haushalten mit Katzen das Öl weglassen.
Bergamotteöl: Die Blütetage in den Zwillingen am 14. und 15. März gelten im Mondkalender als Zeit für Duftmischungen, etwa 3 Tropfen Bergamotte mit 2 Tropfen Lavendel für die Duftlampe. Kaltgepresstes Bergamotteöl ist phototoxisch: Nach dem Auftragen auf die Haut 18 bis 24 Stunden Sonne und Solarium meiden.
Heilsteine
Bergkristall: Der Überlieferung nach wird er in der Vollmondnacht des 22. März auf die Fensterbank gelegt. Dass der Vollmond in der Waage steht, dem Zeichen des Gleichgewichts, passt für die Steinheilkunde zum klaren, ausgleichenden Wesen, das sie dem Quarz zuschreibt.
Aquamarin: Der meerblaue Beryll, den Seeleute einst als Schutzstein mit auf Fahrt nahmen, wird traditionell in derselben Nacht neben den Bergkristall gelegt.
Karneol: In der Steinheilkunde werden dem orangeroten Chalcedon Mut und Tatkraft zugeschrieben; traditionell liegt er an den Widder-Tagen (9. bis 11. März) in der Märzsonne.
Fluorit: Zum Neumond am 8. März wird er nach alter Steinpflege kurz unter fließendem, lauwarmem Wasser abgespült. Mit der Mohshärte 4 ist er empfindlich: kein Salz, kein langes Wasserbad, keine pralle Sonne.
Hausmittel
Brennnesseltinktur: Angesetzt wird sie der Tradition nach bei zunehmendem Mond in einem Erdzeichen, 2027 an den Jungfrau-Tagen am 20. und 21. März: gehackte Blätter im Schraubglas mit mindestens 40-prozentigem Alkohol bedecken, drei bis sechs Wochen dunkel ziehen lassen, abseihen. Die Volksheilkunde rechnete die Brennnessel zur Frühjahrskur, mit der man nach dem Winter „das Blut reinigen“ wollte. Nicht für Kinder unter zwölf Jahren und nicht in Schwangerschaft und Stillzeit.
Übergangszeit-Tee: Linden- und Holunderblüten, Thymian und Kamille ergeben die klassische Mischung für die Wetterwechsel des März, nach alter Mondregel an den Krebstagen gemischt. In der Kneipp-Tradition trank man sie heiß und ging danach zum Schwitzen unter die warme Decke. Keine Schwitzkur in der Schwangerschaft – sie belastet den Kreislauf; bei Kindern und bei hohem oder anhaltendem Fieber ärztlichen Rat einholen. Bei Korbblütler-Allergie die Kamille weglassen.
Salbeitee zum Gurgeln: In Klostergärten war Salbei das Gurgelkraut für den rauen Hals, aufgebrüht bei abnehmendem Mond, also ab dem 23. März. Die Lösung wird ausgespuckt, nicht geschluckt; Stillende meiden Salbei, in der Schwangerschaft vorher Hebamme oder Ärztin fragen. Halten Halsschmerzen länger an, gehört der Weg zur Ärztin dazu.
Natron-Allzweckreiniger: Vor Ostern wurde das Haus traditionell von oben bis unten geputzt. 2027 fällt dieser Osterputz in die abnehmende Phase der Karwoche, 23. bis 27. März; zwei gehäufte Esslöffel Natron in 500 ml warmem Wasser ergeben die Sprühlösung.
Saisonale Besonderheiten
Am Samstag, 20. März, um 21:24 Uhr beginnt der astronomische Frühling, im modernen Jahreskreis als Ostara gefeiert; von nun an werden die Tage länger als die Nächte. Zwei Lostage rahmen den Frühlingsbeginn: „Sankt Gregori, der zeigt an, dass der Bauer soll säen gahn“, heißt es zum Gregoritag am 12. März, und zum Benediktstag am 21. März: „Wie das Wetter um Benedikt, es sich den ganzen Sommer schickt.“
2027 fällt die Karwoche in den März. Am Palmsonntag, 21. März, werden Palmbuschen aus Weidenkätzchen und Buchs geweiht, die der Überlieferung nach Haus und Hof vor Blitz und Unwetter bewahren sollten. Am Gründonnerstag, 25. März, kommt vielerorts die Kräutersuppe auf den Tisch, am Karfreitag, 26. März, ruhte früher die Gartenarbeit. Zum Ostersonntag, 28. März, werden Eier gefärbt, traditionell mit Zwiebelschalen. In der Nacht zum Ostersonntag beginnt die Sommerzeit: Um 2 Uhr werden die Uhren auf 3 Uhr vorgestellt.
Die bekannteste Bauernregel des Monats lautet: „Märzenstaub bringt Gras und Laub.“ Im Garten werden jetzt Beete vorbereitet und erste frostfeste Aussaaten wie Radieschen, Spinat, Feldsalat und Erbsen vorgenommen.