Mondphasen im April 2027
Der April 2027 beginnt mit abnehmendem Mond im Wassermann. In den ersten Tagen wandert die schmaler werdende Sichel durch die Fische und erreicht am 6. April den Widder. Am 7. April steht der Neumond im Widder, an einem Fruchttag. In der Mondkalender-Überlieferung gilt der Neumond als Ruhepunkt zwischen zwei Zyklen, an dem Altes abgeschlossen und Neues vorbereitet wird.
Danach nimmt der Mond zu. Er zieht am 8. und 9. April durch den Stier (Wurzeltage), am 10. und 11. April durch die Zwillinge (Blütetage) und am 12. und 13. April durch den Krebs (Blatttage). Das Erste Viertel fällt auf den 14. April im Löwen; die drei Löwe-Tage bis zum 16. April zählen nach Maria Thun als Fruchttage. Es folgen Wurzeltage in der Jungfrau (17. und 18. April) und Blütetage in der Waage (19. und 20. April).
Der Vollmond am 21. April im Skorpion liegt auf einem Blatttag. Seit alters galt die Vollmondnacht als Höhepunkt des Mondlaufs. Kräuterkundige sagten, Blätter und Blüten seien dann besonders saftig. Ab dem 22. April nimmt der Mond ab und wandert durch den Schützen (Fruchttage bis zum 25. April) und den Steinbock (Wurzeltage am 26. und 27. April).
Das Letzte Viertel am 28. April im Wassermann fällt auf einen Blütetag. Im selben Zeichen und bei weiter abnehmendem Mond endet der Monat mit der Walpurgisnacht am 30. April. Nach Paungger und Poppe gehören Rückschnitt, Unkrautjäten und gründlicher Hausputz in die abnehmende Hälfte des Mondlaufs, Aussaat, Pflanzung und das Ansetzen von Auszügen in die zunehmende.
Kräuter & Heilpflanzen
Weil Ostern 2027 schon im März liegt, beginnt die Sammelzeit gleich zum Monatsanfang: Wiesen, Hecken und Wegränder treiben ihr erstes Grün. In vielen Bauernfamilien gingen Kinder und Großeltern nach den Feiertagen mit Korb und Messer hinaus, um Blätter für Suppe, Salat und den Teevorrat zu holen.
Löwenzahn (Taraxacum officinale): Der Name spielt auf die gezackten Blätter an, die an ein Raubtiergebiss erinnern; das mittellateinische „dens leonis“ meint dasselbe. Was als Löwenzahnhonig im Vorratsregal steht, ist eigentlich ein Sirup aus Blüten, Wasser und Zucker. Die Blütenköpfe wurden traditionell bei zunehmendem Mond an Blütetagen gepflückt, im April 2027 also am 10. und 11. oder am 19. und 20. April, und zwar vormittags, wenn sie ganz geöffnet sind. Die jungen Blätter kamen als herber Frühlingssalat auf den Tisch. Bei einer Allergie gegen Korbblütler auf Löwenzahn verzichten.
Brennnessel (Urtica dioica): Im April schiebt sie frische Triebe, deren obere vier bis sechs Blätter als die zartesten gelten. Paungger und Poppe legen die Blatternte auf Blatttage bei zunehmendem Mond, 2027 also auf den 12. und 13. April im Krebs. Eine Brennnesselkur im Frühjahr gehörte in vielen Häusern so fest zum Jahreslauf wie der Osterputz; die alte Volksmedizin sprach dabei von „Blutreinigung“, einem Begriff aus der Säftelehre. Zum Ernten Handschuhe tragen: Die Brennhaare brechen bei Berührung ab und geben ihren brennenden Inhalt in die Haut ab.
Schafgarbe (Achillea millefolium): Ihr Gattungsname erinnert an den griechischen Helden Achilles, dem die Sage die Kenntnis dieser Pflanze zuschrieb. Im April zeigt sie nur ihre fein gefiederten Blätter, würzig und leicht bitter. Man sammelte sie an Blatttagen für Kräuterquark und Frühlingssuppen oder trocknete sie im Schatten für den Teevorrat.
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris): An kühlen Morgen glitzern am Rand der gefalteten Blätter Wasserperlen. Botanisch ist das kein Tau, sondern Guttation: Die Pflanze presst überschüssiges Wasser über feine Spalten am Blattrand hinaus. Alchemisten sammelten diese Tropfen als „Himmelstau“, worauf man den Gattungsnamen Alchemilla zurückführt. In der Volksheilkunde gilt der Frauenmantel als klassisches Frauenkraut; seine ersten Blätter wurden gern an Blatttagen geerntet, im April 2027 zum Vollmond am 21. April im Skorpion. In Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin verwenden.
Kübelrosmarin, der den Winter überstanden hat, wurde nach alter Gärtnerregel erst bei abnehmendem Mond zurückgeschnitten. Im April 2027 bieten sich dafür die Tage ab dem 22. April an.
Ätherische Öle
Während draußen Schlehe und Kirsche blühen, rücken in der Aromatradition die Blütenöle in den Vordergrund. Der Mondkalender ordnet sie den Blütetagen zu, die der April 2027 in den Zwillingen, in der Waage und im Wassermann bereithält.
Rosenöl: Für ein Kilogramm Rosenöl werden mehrere Tonnen Blüten der Damaszenerrose destilliert, deshalb wird es tropfenweise gehandelt. Weil im April noch keine Rose blüht, greift die Hauspflege jetzt auf das fertige Öl zurück: Wenige Tropfen, gelöst in Jojobaöl, ergeben ein duftendes Pflegeöl für Gesicht und Hände. Solche Mischungen rührte man der Überlieferung nach bei zunehmendem Mond an einem Blütetag an, 2027 am 19. oder 20. April in der Waage – einem Zeichen, das die Astrologie der Venus und damit auch der Rose zuordnet.
Lavendelöl: Früher steckte man Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten ins Bettzeug; das Kissenspray ist die heutige Form dieses Brauchs. Es besteht aus destilliertem Wasser, einem Schuss hochprozentigem Alkohol als Lösungsvermittler und einigen Tropfen Lavendelöl, die Flasche wird vor jedem Gebrauch geschüttelt. In der Volksheilkunde gilt der Lavendelduft als Begleiter ruhiger Nächte. Im Mondkalender passt dazu ein Blütetag bei zunehmendem Mond, etwa der 10. oder 11. April in den Zwillingen. Nicht auf Kissen von Säuglingen und Kleinkindern sprühen.
Neroliöl: Das Öl aus den Blüten der Bitterorange soll seinen Namen einer Fürstin von Nerola verdanken, die im späten 17. Jahrhundert Handschuhe und Badewasser damit parfümierte. Zur Obstblüte wurde es gern mit Zitrusölen zu einem Raumduft verbunden. Im Mondkalender bieten sich dafür die Blütetage im Wassermann bei abnehmendem Mond an, am 29. und 30. April.
Ätherische Öle niemals unverdünnt auf die Haut geben. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern vor der Verwendung mit Ärztin, Hebamme oder Apotheke sprechen.
Heilsteine
In der Steinheilkunde werden Reinigung und „Aufladen“ von Steinen an die Mondphasen gebunden. Der April 2027 bietet dafür den Neumond im Widder am Monatsanfang und den Vollmond im Skorpion in der dritten Woche.
Bergkristall: Zum Neumond am 7. April im Widder wurde der Bergkristall der Überlieferung nach gereinigt: Man legte ihn einige Stunden in eine Schale mit klarem Quellwasser und ließ ihn danach an der Luft trocknen. Als Quarz mit der Mohshärte 7 verträgt er Wasser ohne Schaden. Die Steinheilkunde sieht im Neumond den Zeitpunkt, an dem ein Stein von Altem befreit und für Neues bereit wird.
Achat: Mineralogisch ist der Achat ein gebänderter Chalcedon, dessen Schichten sich in Hohlräumen vulkanischer Gesteine abgelagert haben. Bei zunehmendem Mond im Stier, am 8. und 9. April, wurde er nach altem Brauch auf frische Gartenerde oder in eine Pflanzschale gelegt. Die Steinheilkunde schreibt ihm Beständigkeit und Bodenhaftung zu. Der Stier als Erdzeichen fügt sich in dieses Bild.
Rosenquarz: Den Vollmond am 21. April im Skorpion nutzte man, um den Rosenquarz über Nacht ins Mondlicht zu legen. Seit Generationen wird dem zartrosa Quarz in der Steinheilkunde eine Nähe zu Herz und Zuneigung zugeschrieben; der Skorpion als Wasserzeichen steht in der astrologischen Deutung für Gefühlstiefe. Direktes Sonnenlicht meidet man dagegen, denn manche Rosenquarze verblassen darin mit der Zeit.
Hausmittel
Der April liefert die ersten frischen Zutaten für die Hausapotheke und für den Frühjahrsputz.
Löwenzahntinktur: Für den Ansatz werden Wurzeln und Blätter klein geschnitten, ein Schraubglas zu zwei Dritteln damit gefüllt und mit Doppelkorn aufgegossen, bis alles bedeckt ist. Nach vier bis sechs Wochen bei Zimmertemperatur, ohne direkte Sonne, wird abgeseiht. In der Volksheilkunde galt der Löwenzahn als Bitterkraut des Frühjahrs, das man Leber und Galle zuordnete. Im Mondkalender gehören Wurzelarbeiten an die Wurzeltage; bei zunehmendem Mond sind das 2027 der 17. und 18. April in der Jungfrau. Tinkturen enthalten Alkohol und sind nichts für Kinder, Schwangere und Stillende; bei Gallensteinen vorher ärztlich abklären.
Kamille: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) blüht erst ab Mai; im April wird sie gesät. Sie keimt im Licht, deshalb werden die winzigen Samen nur auf die Erde gestreut und angedrückt. Nach Maria Thun gehört die Aussaat von Blütenpflanzen an Blütetage, bei zunehmendem Mond 2027 der 10. und 11. April in den Zwillingen. Was im Sommer daraus geerntet wird, füllt die Teedose für den Winter; in vielen Familien stand sie so selbstverständlich im Küchenschrank wie das Salz. Von der ähnlichen Hundskamille unterscheidet sich die Echte Kamille durch ihren hohlen Blütenboden.
Essigreiniger: Ein Teil Haushaltsessig auf zwei Teile Wasser, dazu ein Spritzer Spülmittel – mehr braucht der klassische Fensterreiniger nicht. Nach Paungger und Poppe gelingt der Fensterputz bei abnehmendem Mond an Luft- oder Lichttagen besonders streifenfrei. Im April 2027 fallen solche Tage auf den 1. und 2. sowie den 29. und 30. April, jeweils im Wassermann. Nicht auf Marmor, Kalkstein oder anderem Naturstein verwenden, denn Essig greift den Kalk an.
Saisonale Besonderheiten
Ostern liegt 2027 schon im März: Der Ostersonntag fällt auf den 28. März, weil der erste Frühlingsvollmond früh im Jahr stand. Der April gehört damit ganz der Zeit nach dem Fest, und die Arbeit verlagert sich vom Haus in den Garten. Die Obstbäume blühen der Reihe nach – erst die Schlehe in den Hecken, dann Kirsche und Birne, gegen Monatsende die frühen Äpfel. Mit ihnen beginnt das Bienenjahr.
Die Bauernregel bringt das Aprilwetter auf den Punkt: „April, April, der macht, was er will.“ Sonne, Graupelschauer und klare Frostnächte wechseln oft binnen weniger Stunden. Zum Georgitag am 23. April heißt es: „Sankt Georg und Marx drohen mit Frost oft arg.“ Georgi war früher Termin für den Viehaustrieb, und am Markustag am 25. April zogen Bittprozessionen durch die Felder, um Segen für die Saat zu erbitten. Frostempfindliches bleibt deshalb nach alter Gärtnerregel im Haus, bis die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai vorüber sind.
Draußen stehen jetzt die klassischen Wildkräuter des Frühjahrs: Brennnessel, Löwenzahn, Giersch und Bärlauch. Wer Bärlauch sammelt, muss genau hinsehen: Seine Blätter ähneln denen des Maiglöckchens und der Herbstzeitlose, die beide giftig sind. Der Geruchstest ist unsicher, weil der Knoblauchduft an den Fingern haften bleibt – nur eindeutig bestimmte Pflanzen ernten.
Für neue Kräuterbeete mit mehrjährigen Pflanzen wie Salbei, Thymian und Melisse wählte die bäuerliche Überlieferung gern den zunehmenden Mond in einem Erd- oder Wasserzeichen: 2027 den Stier am 8. und 9., den Krebs am 12. und 13. oder die Jungfrau am 17. und 18. April. Am Monatsende folgt die Walpurgisnacht am 30. April, in der man früher mit Feuern und Kräuterbüscheln aus Beifuß und Baldrian Haus und Stall zu schützen suchte. Der Mond steht in dieser Nacht abnehmend im Wassermann.