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Kräuter

Kräuter · Sammelpraxis

Wildkräuter sammeln.

Wann welches Wildkraut gesammelt wird, welche Regeln für Natur und Hygiene gelten – und an welchen Merkmalen die gefährlichsten Doppelgänger zu erkennen sind.

Sammelkalender

Die Übersicht zeigt, in welchen Monaten die Pflanzenteile traditionell gesammelt werden – genauere Angaben stehen in den Monografien. Pflanzen mit ⚠ haben giftige Doppelgänger; ihre Unterscheidungsmerkmale stehen weiter unten unter Verwechslungsgefahren.

Sammelkalender für Wildkräuter nach Monaten
Pflanze · Teil JFMAMJJASOND
Bärlauch ⚠ · Blätter
Brennnessel · junge Triebe, Blätter
Löwenzahn · Blätter
Giersch ⚠ · junge Blätter
Vogelmiere ⚠ · Kraut
Gundermann · Kraut
Sauerampfer ⚠ · junge Blätter
Knoblauchsrauke · Blätter
Gänseblümchen · Blüten, Blätter
Wegwarte · junge Blätter
Spitzwegerich · Blätter
Frauenmantel · Kraut
Holunder · Blüten
Johanniskraut · blühendes Kraut
Schafgarbe · blühendes Kraut
Beifuß · blühende Triebspitzen
Knoblauchsrauke · Samen
Wegwarte · Blüten
Holunder · Beeren (nur erhitzt)
Hagebutte · Früchte
Brennnessel · Wurzel
Löwenzahn · Wurzel
Wegwarte · Wurzel

Sammelregeln

Ob Kräuterfrau, Klostergärtner oder Bestimmungsbuch: Die erste Sammelregel ist über Generationen dieselbe geblieben. Gesammelt wird nur, was sicher bestimmt ist – und sicher heißt nicht „sieht ähnlich aus“, sondern: Blatt, Stängel, Geruch, Standort und Jahreszeit passen zusammen. Ein einzelnes Merkmal reicht nie.

Rechtlich erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz das Sammeln im Kleinen. Nach der Handstraußregel (§ 39 Abs. 3 BNatSchG) darf jeder wild wachsende Blumen, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen – allerdings nur dort, wo kein Betretungsverbot gilt. Für besonders geschützte Arten gilt die Regel nicht; sie aus der Natur zu entnehmen, ist verboten (§ 44 BNatSchG). In Naturschutzgebieten untersagen die Schutzverordnungen das Pflücken in aller Regel ganz.

  • Im Zweifel stehen lassen. Nur ernten, was mehrere Merkmale zweifelsfrei bestätigen.
  • Schutz achten. Keine Schutzgebiete, keine geschützten Arten, nur einen Handstrauß für den eigenen Bedarf.
  • Saubere Standorte wählen. Nicht an Straßenrändern, neben gespritzten Feldern, auf gedüngten Wiesen oder Hundewiesen sammeln.
  • Nur gesunde Pflanzen nehmen – nichts Welkes, Verfärbtes oder Befallenes – und nur so viel, wie tatsächlich verbraucht wird.
  • Gründlich waschen. Alles Gesammelte vor dem Verzehr sorgfältig waschen.

Bleibt der Fuchsbandwurm. Eine Infektion ist in Deutschland sehr selten – gemeldet werden zuletzt zwischen 30 und 60 Fälle im Jahr –, verläuft aber schwer. Ob Wildkräuter, Beeren oder Pilze dabei eine Rolle spielen, ist nicht geklärt; als gesicherter Weg gelten Wurmeier an ungewaschenen Händen, etwa nach Erdkontakt. Deshalb: nach dem Sammeln die Hände waschen, bodennah Gesammeltes gründlich waschen und dort, wo der Parasit verbreitet ist, lieber erhitzen. Über 60 °C sterben die Eier ab; Einfrieren im Haushalt genügt nicht.

Verwechslungsgefahren

Die gefährlichsten Fehlgriffe beim Sammeln passieren selten mit exotischen Pflanzen, sondern mit heimischen Doppelgängern, die am selben Ort zur selben Zeit wachsen. Die folgenden Paare gehören zu den bekanntesten. Die Tabellen ersetzen kein Bestimmungsbuch, zeigen aber, worauf es ankommt.

Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose

Der Bärlauch teilt sich den Frühling mit zwei giftigen Nachbarn: Das Maiglöckchen wächst oft im selben Laubwald, die Herbstzeitlose schiebt ihre Blätter im Frühjahr auf Wiesen aus dem Boden – ihre Blüten zeigt sie erst im Herbst, dann ganz ohne Blätter. Das wichtigste Merkmal ist der Knoblauchgeruch eines zerriebenen Blattes. Doch die Probe hat eine Tücke: Sobald die Hände selbst nach Knoblauch riechen, täuscht der Duft an den Fingern über ein geruchloses Blatt hinweg und der Test wird unzuverlässig. Deshalb jedes Blatt einzeln prüfen, die Hände zwischendurch waschen und den Geruch nie allein entscheiden lassen. Geerntet wird Blatt für Blatt, nie büschelweise gerupft – so gerät kein fremdes Blatt in den Korb. Ausführlich zur Sammelpraxis: Bärlauch sicher sammeln.

MerkmalBärlauchMaiglöckchenHerbstzeitlose
Blattstellung & Blattformjedes Blatt einzeln an eigenem, dünnem Stiel aus dem Boden; eilanzettlich, parallelnervig; oben glänzend, unten mattmeist zwei bis drei Blätter aus einer gemeinsamen Blattscheide; Unterseite glänzendmehrere Blätter büschelig, tulpenartig ineinander, die älteren umfassen die jüngeren; breit-lanzettlich, dunkelgrün glänzend
Stiel & Griffdeutlicher, dünner Blattstiel; das Blatt knickt leicht und lässt sich gut zerreibenscheinbarer Stiel unten rötlich; Blätter biegsam, fast gummiartigkein Blattstiel; Blätter gummiartig, lassen sich kaum zerreiben
Geruchzerrieben deutlich nach Knoblauchgeruchlosgeruchlos
Blüte & Fruchtweiße Sternblüten in einer Scheindolde, April bis Maiweiße, nickende Glöckchen in einer Traube, Mai bis Juni; im Sommer rote Beerenim Frühjahr erscheint mit den Blättern eine grüne Fruchtkapsel; blassviolette Blüten erst von August bis Oktober
Standortfeuchte Laub- und Auwälder, oft in dichten Teppicheneher trockenere Laub- und Kiefernwälder, Gebüsche, GärtenWiesen, besonders Fett- und Riedwiesen
ZeitpunktBlätter ab März, Ernte vor der Blütetreibt etwas später aus als der BärlauchBlätter und Kapsel im Frühjahr, Blüte im Herbst

Die Herbstzeitlose enthält Colchicin, ein Zellgift, das weder Kochen noch Trocknen zerstört: Schon wenige Blätter können tödlich sein, und Übelkeit, Erbrechen und Durchfall setzen erst nach Stunden ein; das Maiglöckchen enthält herzwirksame Glykoside, die Erbrechen und Durchfall, in seltenen schweren Fällen auch Herzrhythmusstörungen auslösen.

Giersch, Gefleckter Schierling und Hundspetersilie

Der Giersch ist das dankbarste Wildgemüse des Gartens – und doch ein Doldenblütler, Mitglied einer Familie mit einigen der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas. Mit Schierlingssaft wurde im antiken Athen 399 v. Chr. das Todesurteil an Sokrates vollstreckt. Den Giersch erkennt man an der Dreierregel: dreikantiger Blattstiel, das Blatt in drei Gruppen zu je drei Blättchen geteilt. Heikel wird es ohne Blüte: Der Gefleckte Schierling bildet im ersten Jahr nur eine Blattrosette, und die Hundspetersilie wächst als Unkraut in denselben Gärten, in denen der Giersch wuchert.

MerkmalGierschGefleckter SchierlingHundspetersilie
Blattformdoppelt dreizählig: drei Gruppen zu je drei eiförmig-länglichen, gesägten Blättchenfein zerteilt, mehrfach gefiedertim Umriss dreieckig, zwei- bis dreifach fein gefiedert; dunkelgrün, unterseits glänzend
Stiel & StängelBlattstiel dreikantig; Stängel kantig gefurcht, kahl, grünStängel rund, hohl, kahl, bläulich bereift, im unteren Teil rotbraun geflecktStängel kahl, gefurcht
Geruchzerrieben würzig nach Möhre, Petersilie und Selleriezerrieben unangenehm nach Mäuseurinkein würziger Duft; zerrieben eher unangenehm, leicht knoblauchartig
Blüte & Fruchtweiße Dolden mit 15–25 Strahlen, ohne Hülle und Hüllchen; Juni bis Juliweiße Dolden mit 8–15 Strahlen, Juni bis August; Früchte mit welligen Rippenweiße Dolden; unter jedem Döldchen meist drei lange, nur nach außen herabhängende Hüllchenblätter; Juni bis Oktober
StandortGärten, Parks, Waldränder, Gebüsche; breitet sich mit unterirdischen Ausläufern ausWegränder, Schuttplätze, Brachen, Ackerraine; nährstoffreiche BödenÄcker, Gärten, Schuttplätze
Zeitpunktjunge Blätter im Frühjahr, vor der Blütezweijährig: im ersten Jahr nur eine Blattrosette, Blüte erst im zweitenein- bis zweijährig, Blüte ab Juni

Der Gefleckte Schierling enthält Coniin und verwandte Alkaloide, die über Lähmungen bis zur tödlichen Atemlähmung führen können; was die Hundspetersilie anrichtet, steht im Abschnitt „Wiesenkerbel und Hundspetersilie“.

Wiesenkerbel und Hundspetersilie

Von April an überziehen die weißen Dolden des Wiesenkerbels die nährstoffreichen Fettwiesen. Er selbst gilt als ungiftig, gehört aber in keinen Anfängerkorb: Seine fein gefiederten Blätter ähneln denen der Hundspetersilie und des Gefleckten Schierlings. Die Hundspetersilie verrät sich am ehesten an ihren einseitig herabhängenden Hüllchen und an der glänzenden Blattunterseite, der Wiesenkerbel an seinem unten behaarten Stängel und den langen schwarzen Früchten.

MerkmalWiesenkerbelHundspetersilie
Blattformzwei- bis dreifach gefiedert, im Umriss dreieckig, 15–30 cm lang, grünzwei- bis dreifach gefiedert, im Umriss dreieckig; dunkelgrün, unterseits glänzend
Stängelkantig gefurcht, hohl, im unteren Teil dicht kurz behaart, ohne rote Fleckenkahl, gefurcht
Geruchleicht aromatisch, grasartigzerrieben eher unangenehm, leicht knoblauchartig
Blüte & Fruchtweiße Dolden, Hülle fehlt meist; Döldchen mit 4–8 bewimperten Hüllchenblättern; Früchte schwarz, kahl, 6–10 mm lang, geschnäbeltHüllchen meist aus drei langen Blättchen, nur an der Außenseite und herabhängend; Früchte eirund, 3,5–4,5 mm, mit gelben, kantigen Rippen
StandortFettwiesenÄcker, Gärten, Schuttplätze
Zeitpunktausdauernd; blüht von April bis Juliein- bis zweijährig; blüht von Juni bis Oktober

Die Hundspetersilie enthält Polyine wie das Aethusin, die schon in kleinen Pflanzenmengen Erbrechen, Herzrasen, Sehstörungen und Krämpfe bis hin zu aufsteigenden Lähmungen auslösen können.

Vogelmiere und Acker-Gauchheil

Die Vogelmiere wächst fast das ganze Jahr in Gärten und auf Äckern – genau dort, wo auch der Acker-Gauchheil keimt. Ohne Blüten ähneln sich die niederliegenden Triebe mit den kleinen, paarweise gegenständigen Blättern. Die Blüte hilft, reicht aber nicht: Die Vogelmiere trägt weiße Sternchen mit tief gespaltenen Kronblättern, der Gauchheil meist ziegelrote, seltener blaue und mitunter auch weiße Blüten. Den Ausschlag gibt deshalb immer der Stängel. Mehr zu den Mai-Kräutern im Garten: Wildkräuter im Mai sammeln.

MerkmalVogelmiereAcker-Gauchheil
Blattstellung & Blattformgegenständig, eiförmig, spitz; untere Blätter kurz gestielt, Stiel bewimpert, obere sitzendgegenständig, eiförmig bis lanzettlich, sitzend, kahl; Unterseite dunkel punktiert
Stängelrund, mit einer einzigen Haarreihe; niederliegend bis aufsteigendscharf vierkantig, kahl; niederliegend bis aufsteigend
Blüte & Fruchtkleine weiße Blüten; die Kronblätter sind fast bis zum Grund zweigeteilt, fehlen mitunter ganzEinzelblüten auf langen Stielen aus den Blattachseln, meist ziegelrot, seltener rosa, blau oder weiß; kugelige Kapsel
StandortGärten, Äcker, Weinberge, stickstoffreiche StellenÄcker, Gärten, Weinberge, Ödland
Zeitpunktkann bei mildem Wetter das ganze Jahr blühenblüht von Juni bis Oktober

Der Acker-Gauchheil gilt in allen Teilen als schwach giftig, vor allem in der Wurzel; er enthält Saponine, und größere Mengen können Magen und Darm reizen.

Sauerampfer und Gefleckter Aronstab

Beide tragen pfeilförmige Blätter, und ohne Blüte genügt ein flüchtiger Blick nicht, um Wiesen-Sauerampfer und Gefleckten Aronstab auseinanderzuhalten. Der Standort hilft, entscheidet aber nicht allein: Der Sauerampfer gehört auf die Wiese, der Aronstab in den feuchten Laubwald – wo er zwischen Bärlauch wächst und auch mit diesem verwechselt wird. Trotz seines Namens trägt der Aronstab in Mitteleuropa häufig keine Flecken. Eine Kostprobe ist kein Bestimmungsmerkmal: Schon ein Bissen Aronstab brennt sofort heftig in Mund und Rachen.

MerkmalSauerampferGefleckter Aronstab
Blattformgrundständige Blätter pfeilförmig, zwei- bis fünfmal so lang wie breit, Zipfel am Blattgrund spitz und nach unten gerichtet; etwas fleischig, Nerven undeutlichbreit pfeilförmig, 10–20 cm lang, dunkelgrün; Nerven netzartig verzweigt, gut sichtbar auf der Unterseite; nur mitunter dunkel gefleckt
Stiel & Stängeluntere Blätter gestielt, obere sitzend und stängelumfassend; aufrechter, verzweigter Blütenstängeljedes Blatt an einem langen Stiel; im Boden eine walnussgroße Knolle
Blüte & Fruchtrote bis grüne Blüten in einem verzweigten Blütenstand, Mai bis August; dreikantige Nüsschenoben braunvioletter Kolben in gelbgrüner, tütenförmiger Hülle, April bis Mai; im Sommer leuchtend rote Beeren
StandortWiesen, besonders Fettwiesenfeuchte Laubmischwälder
Zeitpunktjunge Blätter vom Frühjahr anBlätter im Frühjahr, Blüte im April und Mai

Der Aronstab ist in allen Teilen giftig: Scharfstoffe und nadelförmige Calciumoxalat-Kristalle reizen Mund, Rachen und Schleimhäute bis hin zu Verätzungen, größere Mengen auch Magen und Darm – Kinder sind vor allem durch die roten Beeren gefährdet.

Wenn doch etwas passiert ist

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Brennen im Mund, Herzklopfen, Sehstörungen oder Schwindel nach einem Wildkräutergericht sind ein Alarmzeichen – ebenso der bloße Verdacht, etwas Falsches gegessen zu haben. Nicht abwarten: Manche Gifte, allen voran das der Herbstzeitlose, melden sich erst nach Stunden. Dass es zunächst gut geht, ist keine Entwarnung.

  • Giftnotruf anrufen. Die Giftinformationszentren beraten rund um die Uhr.
    • Baden-Württemberg: Freiburg, 0761 19240
    • Bayern: München, 089 19240
    • Berlin: 030 19240
    • Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein: GIZ-Nord Göttingen, 0551 19240
    • Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland: Mainz, 06131 19240
    • Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: Erfurt, 0361 730730
    • Nordrhein-Westfalen: Bonn, 0228 19240
    • Österreich: Vergiftungsinformationszentrale, 01 406 43 43
    • Schweiz: Tox Info Suisse, 145
  • Bei schweren Beschwerden sofort den Notruf wählen – etwa bei Atemnot, Krampfanfällen, Bewusstseinsstörungen oder starkem Herzrasen: in Deutschland 112, in Österreich 112 oder 144, in der Schweiz 144.
  • Kein Erbrechen auslösen. Auch keine Milch und kein Salzwasser geben; ohne ärztlichen Rat nichts weiter unternehmen.
  • Pflanzenreste aufheben. Reste aus dem Mund entfernen, übrig gebliebene Pflanzen oder Speisereste aufbewahren und zur Ärztin oder in die Klinik mitnehmen. Ein Foto der Pflanze am Fundort erleichtert die Bestimmung.

Häufige Fragen

4
Wann ist die beste Zeit zum Sammeln von Wildkräutern?
Die meisten Blattkräuter werden im Frühjahr gesammelt, solange sie jung und zart sind – im April zum Beispiel Bärlauch (Blätter), Brennnessel (junge Triebe, Blätter), Löwenzahn (Blätter), Giersch (junge Blätter), Vogelmiere (Kraut). Blüten folgen im Sommer, Früchte und Wurzeln im Herbst. Gesammelt wird traditionell an trockenen Vormittagen, wenn der Tau abgetrocknet ist.
Darf man Wildkräuter überall sammeln?
Nein. In Deutschland erlaubt die sogenannte Handstraußregel des Bundesnaturschutzgesetzes, wild wachsende Kräuter in geringen Mengen für den eigenen Bedarf pfleglich zu entnehmen – nicht aber in Naturschutzgebieten und nicht bei geschützten Arten. Auf privatem Grund gilt das Einverständnis der Eigentümer.
Welche Wildkräuter haben giftige Doppelgänger?
Besonders gefährlich sind die Verwechslungen von Bärlauch mit Maiglöckchen und Herbstzeitloser, von Giersch und Wiesenkerbel mit Schierling und Hundspetersilie, von Vogelmiere mit Acker-Gauchheil und von jungem Sauerampfer mit dem Gefleckten Aronstab. Die Unterscheidungsmerkmale stehen im Abschnitt „Verwechslungsgefahren“ auf dieser Seite. Was nicht sicher bestimmt ist, bleibt stehen.
Was ist bei Verdacht auf eine Vergiftung zu tun?
Sofort ein Giftinformationszentrum anrufen, bei Atemnot, Bewusstseinsstörung oder Krampfanfällen den Notruf 112. Kein Erbrechen auslösen. Pflanzenreste oder ein Foto der gesammelten Pflanze aufheben – das erleichtert die Einschätzung.
Heilpflanzen können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben. Die hier genannten Anwendungen ersetzen keinen Arztbesuch. Beachte die Sicherheitshinweise im Abschnitt „Sicherheit“.