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Die Inhalte auf altes-wissen.org dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultiere bei gesundheitlichen Beschwerden immer eine Ärztin oder einen Arzt.

Ätherische Öle

Ätherische Öle · Sicherheit

Sicherheit & Verdünnung.

Ätherische Öle sind hochkonzentriert — wenige Tropfen entsprechen einer großen Menge Pflanze. Diese Referenz führt die Verdünnungsrichtlinien und die Sicherheitsmatrix aller 47 Öle der Sammlung: phototoxisch, für Kinder, in der Schwangerschaft und bei Haustieren.

Kurz gesagt

Ätherische Öle immer in einem fetten Trägeröl verdünnen — nie pur auf die Haut, nie direkt ins Badewasser. Für Erwachsene gelten am Körper 1–3 %, im Gesicht 0,5–1 % (Faustregel: 1 % ≈ 6 Tropfen auf 30 ml). Für Kinder, Schwangere und Haustiere gelten strengere Grenzen.

Verdünnung: Wie viele Tropfen?

Die richtige Verdünnung richtet sich nach Anwendung und Person. Die folgenden BfR-orientierten Richtwerte gelten als sichere Obergrenzen für die Haus- und Aromapraxis; im Zweifel wird niedriger dosiert.

Anwendung Verdünnung Menge Hinweis
Gesichtspflege 0,5–1 % 3–6 Tropfen auf 30 ml Trägeröl
Körper & Massage (Erwachsene) 1–3 % 6–18 Tropfen auf 30 ml Trägeröl
Kinder (6–12 Jahre) 0,5 % 3 Tropfen auf 30 ml, nur für Kinder geeignete Öle
Kleinkinder (2–6 Jahre) 0,25 % 1–2 Tropfen nur ausgewählte, milde Öle
Baden (Erwachsene) — 5–8 Tropfen zuvor in Emulgator (Sahne, Honig, Salz)
Raumduft (Diffuser) — 3–6 Tropfen pro Wasserfüllung, zeitlich begrenzt
Säuglinge (unter 2 Jahren) — keine nur nach ärztlicher Rücksprache

Sicherheitsmatrix aller Öle

Auf einen Blick: Welches Öl ist phototoxisch, welches gilt (verdünnt) als für Kinder geeignet, welches ist in der Schwangerschaft zu meiden? Ein Klick führt zur Monografie mit den vollständigen Sicherheitshinweisen. Kein ätherisches Öl gilt als für Katzen unbedenklich (siehe unten).

Öl Phototoxisch Für Kinder Schwangerschaft
Basilikumöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Bergamotteöl phototoxisch geeignet geeignet
Cajeputöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Eukalyptusöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Fenchelöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Fichtennadelöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Geranienöl unbedenklich geeignet meiden
Grapefruitöl phototoxisch geeignet geeignet
Immortellenöl unbedenklich geeignet meiden
Ingweröl unbedenklich erst ab 12 meiden
Jasminöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Kamillenöl unbedenklich geeignet meiden
Kardamomöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Kümmelöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Latschenkiefernöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Lavandinöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Lavendelöl unbedenklich geeignet meiden
Majoranöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Mandarinenöl unbedenklich geeignet geeignet
Melissenöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Muskatellersalbeiöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Myrrhenöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Nelkenöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Neroliöl unbedenklich geeignet geeignet
Orangenöl phototoxisch geeignet geeignet
Palmarosaöl unbedenklich geeignet meiden
Patchouliöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Petitgrainöl unbedenklich geeignet geeignet
Pfefferminzöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Ravintsaraöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Rosenöl unbedenklich geeignet meiden
Rosmarinöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Salbeiöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Sandelholzöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Sternanisöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Teebaumöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Thymianöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Vetiveröl unbedenklich erst ab 12 meiden
Wacholderöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Weihrauchöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Ylang-Ylang-Öl unbedenklich erst ab 12 meiden
Zedernöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Zimtöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Zirbenöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Zitronengrasöl unbedenklich erst ab 12 meiden
Zitronenöl phototoxisch geeignet geeignet
Zypressenöl unbedenklich erst ab 12 meiden

„Für Kinder" bezeichnet die verdünnte Anwendung im Schulalter (ab ca. 6 Jahren); für jüngere Kinder gelten die reduzierten Werte der Verdünnungstabelle. Öle mit „erst ab 12" werden bei Kindern unter 12 Jahren gar nicht angewendet, auch nicht verdünnt. Die Angaben fassen die überlieferten und BfR-orientierten Vorsichtsregeln zusammen und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Phototoxische Öle & Sonne

Manche ätherische Öle enthalten Furocumarine, die zusammen mit UV-Licht Hautreaktionen auslösen können — von Pigmentflecken bis zu Verbrennungen. Betroffen sind vor allem kaltgepresste Zitrusschalenöle. Nach dem Auftragen auf die Haut gilt: 12–18 Stunden nicht in die Sonne oder ins Solarium.

Wichtig: Es kommt auf die Gewinnung an. Destilliert man dieselbe Pflanze statt sie zu pressen — etwa Petitgrain aus den Blättern der Bitterorange —, entsteht ein Öl ohne phototoxische Furocumarine. Auch „bergapten-freie" (FCF-)Qualitäten sind entschärft.

Ätherische Öle & Haustiere

Katzen fehlt das Enzym Glucuronyltransferase, mit dem sie Terpene abbauen könnten. Ätherische Öle sollten daher weder auf Katzen angewendet noch in geschlossenen Räumen mit Katzen vernebelt werden — schon die Raumluft kann sie belasten. Bei Hunden ist Vorsicht geboten: nur stark verdünnt und nach tierärztlicher Beratung. Auch Vögel und Kleintiere reagieren empfindlich auf vernebelte Öle. Deshalb führt die Matrix oben kein Öl als für Haustiere unbedenklich.

Öle nach Duftnote

In der Aromapraxis und Parfümerie gliedert man Düfte nach ihrer Flüchtigkeit in Kopf-, Herz- und Basisnoten. Kopfnoten duften zuerst und verfliegen rasch, Basisnoten halten am längsten und tragen die Mischung. Eine ausgewogene Mischung kombiniert alle drei Ebenen.

Häufige Fragen

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Wie verdünnt man ätherische Öle richtig?
Ätherische Öle werden immer in einem fetten Trägeröl (z. B. Mandel-, Jojoba- oder Sonnenblumenöl) verdünnt, niemals pur auf die Haut aufgetragen und nie direkt ins Badewasser gegeben. Für Erwachsene gilt am Körper eine Verdünnung von 1–3 %, im Gesicht 0,5–1 %. Als Faustregel entsprechen 1 % etwa 6 Tropfen auf 30 ml Trägeröl. Für Kinder, Schwangere und Haustiere gelten strengere Grenzen.
Wie viele Tropfen ätherisches Öl sind ein Prozent?
Als praktische Faustregel entspricht 1 % Verdünnung etwa 6 Tropfen ätherisches Öl auf 30 ml (rund 2 Tropfen auf 10 ml) Trägeröl. Für eine 2-prozentige Mischung nimmt man entsprechend 12 Tropfen auf 30 ml. Die genaue Tropfenzahl schwankt je nach Viskosität des Öls und Pipettengröße, weshalb konservativ dosiert wird.
Welche ätherischen Öle sind phototoxisch?
Phototoxisch sind vor allem kaltgepresste Zitrusschalenöle: Bergamotteöl, Grapefruitöl, Orangenöl, Zitronenöl. Nach dem Auftragen auf die Haut sollte man diese Öle 12–18 Stunden nicht der Sonne oder dem Solarium aussetzen, da sonst Pigmentflecken oder Verbrennungen entstehen können. Destillierte Öle derselben Pflanzen (etwa Petitgrain aus Blättern) sind dagegen nicht phototoxisch.
Sind ätherische Öle für Katzen und Hunde gefährlich?
Katzen fehlt das Enzym Glucuronyltransferase, mit dem sie Terpene abbauen könnten — ätherische Öle sollten daher weder auf Katzen angewendet noch in geschlossenen Räumen mit Katzen vernebelt werden. Auch bei Hunden ist Vorsicht geboten: nur stark verdünnt und nach tierärztlicher Beratung. Aus diesem Grund gilt in dieser Übersicht kein ätherisches Öl als für Haustiere unbedenklich.
Darf man ätherische Öle in der Schwangerschaft verwenden?
In der Schwangerschaft — besonders im ersten Trimester — wird bei den meisten ätherischen Ölen zur Zurückhaltung geraten. Als vergleichsweise sanft gelten einige Zitrus- und Blütenöle in niedriger Dosierung; die Sicherheitsmatrix kennzeichnet, welche Öle traditionell als geeignet und welche als zu meiden gelten. Im Zweifel immer Hebamme oder Ärztin fragen.
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenstoffe. Niemals unverdünnt anwenden. Beachte die Verdünnungsrichtlinien und Kontraindikationen.