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Anwendungen

Anwendungen · Stimmung & Gemüt

Stimmungstief: Kräuter, Düfte & Steine.

Für trübe Tage kennt die Aromatradition heitere Zitrusdüfte wie Orangen-, Bergamotte- und Zitronenöl. Die Steinheilkunde ordnet lichte Begleiter wie Citrin und Bernstein zu, die „gefangene Sonne“. Wenn die gedrückte Stimmung über Wochen anhält, schwer auf den Alltag drückt oder dunkle Gedanken auftreten, gehört das in ärztliche Hände.

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Häufige Fragen

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Warum heißt Johanniskraut Sonnenwendkraut?
Das Johanniskraut steht um den Johannistag am 24. Juni, zur Sommersonnenwende, in voller goldgelber Blüte. Als Sonnenwendkraut wanderte es als Schutzstrauß über Tür und Stall, und alte Kräuterbücher nannten sein rot durchscheinendes Öl „eingefangenes Sonnenlicht“ — Johanniskraut kann jedoch die Wirkung vieler Medikamente wie der Antibabypille abschwächen und die Haut lichtempfindlich machen, deshalb nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke einnehmen.
Welche ätherischen Öle werden trüber Winterstimmung in der Aromatradition zugeordnet?
Überliefert sind vor allem die heiteren Zitrusdüfte: Bergamotte aus dem süditalienischen Kalabrien, das warme Orangenöl als „flüssiges Sonnenlicht“ und die frische, helle Zitrone. Dazu treten das süß blühende Ylang-Ylang, die „Blume der Blumen“, und das kostbare Rosenöl, dem in der Aromatradition eine tröstende, aufrichtende Art nachgesagt wird.
Wie werden die stimmungshellen Düfte traditionell angewendet?
In der Aromapraxis kommen wenige Tropfen des ätherischen Öls in eine Duftlampe oder einen Diffuser, sodass sich der Duft langsam im Raum verteilt. Überliefert ist auch das Verdampfen über einer Schale mit warmem Wasser. Ylang-Ylang-Öl nicht für Kinder unter 12 Jahren – auch nicht als Raumduft.
Welche Heilsteine gelten in der Steinheilkunde als Lichtbringer für trübe Tage?
Der Steinheilkunde zufolge werden vor allem die sonnigen Steine zugeordnet: der Citrin als „Sonnenstein“ und der Bernstein, den die alten Völker an Nord- und Ostsee „gefangenes Sonnenlicht“ nannten. Dem lichtgrünen Amazonit wird eine Zuordnung zu Hoffnung nachgesagt, dem himmelblauen Türkis eine zu Mut, und der tiefschwarze Gagat galt seit jeher als stiller Begleiter durch dunkle Stunden und Zeiten des Abschieds.
Wann sollte man bei Stimmungstiefs ärztlichen Rat suchen?
Hält die gedrückte Stimmung über mehrere Wochen an, belasten Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit oder Schlafstörungen den Alltag deutlich, oder treten Hoffnungslosigkeit und lebensmüde Gedanken auf, gehört das umgehend in ärztliche Hände. Ärztlich abzuklären ist auch die Einnahme von Johanniskraut neben anderen Medikamenten, da Wechselwirkungen möglich sind.

Wann zum Arzt?

Hausmittel und Überlieferung haben Grenzen. Ärztlichen Rat suchen, wenn eines dieser Zeichen zutrifft:

  • Die gedrückte Stimmung hält über mehrere Wochen an oder kehrt jeden Winter schwer wiederkehrend zurück
  • Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit oder Schlafstörungen belasten Alltag, Arbeit oder Beziehungen deutlich
  • Hoffnungslosigkeit, Gedanken an Selbstverletzung oder lebensmüde Gedanken treten auf — dann umgehend Hilfe suchen
  • Die Stimmungstiefs gehen mit starkem Gewichtsverlust, anhaltender Erschöpfung oder körperlichen Beschwerden einher
  • Johanniskraut soll eingenommen werden, während bereits andere Medikamente genommen werden (mögliche Wechselwirkungen ärztlich abklären)
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