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Anwendungen

Anwendungen · Verdauung

Durchfall: überlieferte Heilkräuter.

Bei Durchfall greift die Volksheilkunde traditionell zu den gerbstoffreichen Pflanzen der heimischen Flur — allen voran die Eichenrinde, deren stark zusammenziehender Sud seit jeher gesammelt wurde, und der Frauenmantel, das alte „Frauenkraut“ der Klostergärten. Beiden wurde der Überlieferung nach eine zusammenziehende, „stopfende“ Art nachgesagt. Hält der Durchfall länger an, kommt es zu Fieber, Blut im Stuhl oder Anzeichen von Austrocknung, gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

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Häufige Fragen

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Welche Kräuter gelten bei Durchfall traditionell als zusammenziehend?
In der Volksheilkunde galten seit jeher die gerbstoffreichen Pflanzen der heimischen Flur als zusammenziehende Begleiter — allen voran die Eichenrinde, deren stark gerbender Sud gesammelt wurde, und der Frauenmantel, das alte „Frauenkraut“ der Klostergärten. Beiden wurde der Überlieferung nach eine „stopfende“ Art nachgesagt.
Welches weitere Kraut nennt die Volksheilkunde neben der Eichenrinde?
Genannt wird vor allem der Frauenmantel: Das gerbstoffreiche „Frauenkraut“ der Klostergärten galt seit dem Mittelalter als zusammenziehendes Kraut. Sein Aufguss wurde der Überlieferung nach nicht nur in der Frauenheilkunde, sondern auch bei Verdauungsbeschwerden gereicht.
Wie wurde ein Eichenrindensud traditionell zubereitet?
Für den überlieferten Sud wurde die zerkleinerte Eichenrinde in Wasser angesetzt, einige Minuten gekocht und anschließend abgeseiht. Diese gerbstoffreiche Abkochung galt als stark zusammenziehend und wurde in der Hausmedizin entsprechend sparsam und nur über kurze Zeit gereicht. Der Frauenmantel dagegen wurde meist als milderer Aufguss mit heißem Wasser übergossen.
Woher stammt der Ruf der Eichenrinde als zusammenziehendes Mittel?
Die Eiche zählt zu den gerbstoffreichsten Gewächsen Mitteleuropas — dieselbe gerbende Kraft, die ihre Rinde einst zum Rohstoff der Lohgerber machte, brachte ihr in der Volksheilkunde den Ruf eines stark zusammenziehenden Mittels ein. So verband sich das alte Handwerk des Gerbens eng mit dem überlieferten Hausgebrauch der Rinde.
Wann sollte man bei Durchfall ärztlichen Rat suchen?
Hält der Durchfall länger als zwei bis drei Tage an oder kehrt er immer wieder, gehört er in ärztliche Hände. Das gilt ebenso bei Anzeichen von Austrocknung wie starkem Durst, trockenem Mund oder Schwindel, bei Blut oder Schleim im Stuhl, schwarz gefärbtem Stuhl, hohem Fieber oder starken Bauchschmerzen. Besondere Vorsicht ist bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren oder geschwächten Menschen sowie nach Fernreisen geboten.

Wann zum Arzt?

Hausmittel und Überlieferung haben Grenzen. Ärztlichen Rat suchen, wenn eines dieser Zeichen zutrifft:

  • Der Durchfall hält länger als zwei bis drei Tage an oder kehrt immer wieder
  • Anzeichen von Austrocknung wie starker Durst, trockener Mund, wenig Urin, Schwindel oder Benommenheit
  • Blut oder Schleim im Stuhl, schwarz gefärbter Stuhl oder starke Bauchschmerzen
  • Hohes Fieber begleitet den Durchfall
  • Bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren oder geschwächten Menschen sowie nach Fernreisen
  • Durchfall nach Beginn neuer Medikamente oder mit unerklärlichem Gewichtsverlust
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