Anwendungen · Verdauung
Sodbrennen: Hausmittel & Heilkräuter.
Bei Sodbrennen greift die Volksheilkunde traditionell zu schleimreichen Quellmitteln wie Leinsamen und dem frisch gekochten Leinsamen-Schleim, der den Magen schonen soll. Auch das Süßholz als altes Magenkraut und die angerührte Heilerde als Mineraltrunk gehören zum überlieferten Repertoire der Hausapotheke. Treten Sodbrennen oder Magenbeschwerden häufig oder anhaltend auf, gehört die Abklärung in ärztliche Hände.
Von Ralf Kluth · Zuletzt redaktionell geprüft:
Heilkräuter
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Leinsamen
Die schleimreichen Samen des Flachses galten in der bäuerlichen Hausapotheke seit jeher als sanftes Quellmittel; der Überlieferung nach wurde der beim Aufquellen entstehende Schleim gereicht, wenn Magen und Verdauung Schonung verlangten.
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Süßholz
Die tief reichende Wurzel zählt zu den alten Magenkräutern der europäischen Klostergärten — rund um Bamberg einst im großen Stil angebaut und traditionell als Magenkraut überliefert.
Mehr erfahrenHausmittel
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Heilerde – Trunk und Maske
Der überlieferte Mineralklassiker der Hausapotheke wurde als Trunk angerührt, wenn der Magen drückte; in der Volksheilkunde galt das fein vermahlene Erdpulver als bindendes Hausmittel bei Magenbeschwerden.
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Leinsamen-Schleim
Der frisch gekochte Leinsaat-Sud der bäuerlichen Küche wurde über Generationen angesetzt, wenn der Magen Ruhe brauchte — ein überlieferter Schonkost-Trunk aus der Vorratskammer.
Mehr erfahrenHäufige Fragen
5Welche Hausmittel gelten bei Sodbrennen traditionell als magenschonend?
Welche Wurzel zählt bei Magenbeschwerden zu den alten Magenkräutern?
Wie bereitet man den überlieferten Leinsamen-Schleim zu?
Woher stammt die Verwendung von Heilerde als Hausmittel?
Wann sollte man bei Sodbrennen ärztlichen Rat suchen?
Wann zum Arzt?
Hausmittel und Überlieferung haben Grenzen. Ärztlichen Rat suchen, wenn eines dieser Zeichen zutrifft:
- Das Sodbrennen tritt mehrmals pro Woche auf oder hält über mehrere Wochen an
- Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken oder das Gefühl, dass Speisen stecken bleiben
- Ungewollter Gewichtsverlust, anhaltende Übelkeit oder Erbrechen
- Schwarzer Stuhl, Bluterbrechen oder Anzeichen von Blut im Erbrochenen
- Brennen hinter dem Brustbein zusammen mit Atemnot, Schweißausbruch oder ausstrahlenden Schmerzen in Arm oder Kiefer (mögliches Herznotzeichen — sofort ärztliche Hilfe)
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