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Mondkalender

Mondkalender · Bauernkalender

Bauernregeln & Lostage.

Bevor es Wetterberichte gab, las man das Wetter an bestimmten Tagen ab und fasste die Erfahrung in Reime. Hier stehen die 56 Lostage des Bauernkalenders mit ihren Regeln – Monat für Monat.

Was Lostage sind

Der Bauernkalender richtete sich nach den Heiligentagen. An bestimmten Tagen, den Lostagen, sollte sich entscheiden, wie das Wetter der kommenden Wochen wird – „Los“ meint hier das Schicksal. Aus jahrhundertelanger Beobachtung entstanden Merkverse wie „Ist’s zu Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein“. Sie regelten zugleich die Arbeit: wann gesät, wann das Vieh ausgetrieben, wann geerntet wurde.

Viele dieser Regeln sind älter als unser heutiger Kalender. Bei der Kalenderreform von 1582 wurden zehn Tage übersprungen, und so passen manche Termine heute nicht mehr ganz zum Wetter, das sie beschreiben. Als Wettervorhersage taugen Bauernregeln deshalb nicht – als Zeugnis bäuerlicher Erfahrung und als Kalender der Bräuche aber sehr wohl.

Die Bauernregeln Monat für Monat

Häufige Fragen

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Was ist ein Lostag?
Lostage sind Tage im Jahr, an denen nach bäuerlicher Überlieferung das Wetter der folgenden Wochen „gelost“, also vorherbestimmt wurde. Meist sind es Heiligentage, denn nach ihnen richtete sich früher der Kalender auf dem Land. An Lostagen hingen auch Arbeitstermine, Zahltage und der Wechsel des Gesindes.
Stimmen Bauernregeln?
Manche Bauernregeln beschreiben Wetterlagen, die tatsächlich häufig um dieselbe Zeit auftreten – Meteorologen sprechen von Singularitäten, etwa bei den Eisheiligen oder beim Siebenschläfer. Als Vorhersage für einen einzelnen Tag taugen sie nicht. Durch die Kalenderreform von 1582 sind viele Termine zudem um rund zehn Tage verrutscht.
Warum verschieben sich manche Bauernregeln?
Bei der gregorianischen Kalenderreform 1582 wurden zehn Tage übersprungen; in protestantischen Gegenden Deutschlands folgte die Umstellung erst um 1700. Viele Regeln sind älter. Der Siebenschläfertag am 27. Juni lag nach dem alten Kalender deshalb in der ersten Juliwoche – dort, wo sich das Sommerwetter tatsächlich oft festigt.

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