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Mondkalender

Bauernkalender · Monat 12

Bauernregeln im Dezember.

Die Lostage im Dezember mit ihren überlieferten Wetter- und Bauernregeln – und was sie im bäuerlichen Jahr bedeuteten. Die Wochentage gelten für Dezember 2026.

Freitag, 4. Dezember 2026

Barbaratag (Barbarazweige)

„Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee. — Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“

Am 4. Dezember werden traditionell Zweige von Obstbäumen (Kirsche, Apfel) geschnitten und ins Wasser gestellt. Erblühen die Barbarazweige bis zum Heiligen Abend, gilt das der Überlieferung nach als gutes Vorzeichen für das kommende Jahr.

Sonntag, 6. Dezember 2026

Nikolaus (St. Nikolaus)

„Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.“

Nikolaus war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in Kleinasien; die Legenden von seiner heimlichen Mildtätigkeit machten ihn zum Gabenbringer, der in der Nacht zum 6. Dezember Stiefel und Teller füllt. Nach alter Bauernregel kündigte Regen an seinem Tag einen strengen Winter an, ein trockener Nikolaus dagegen einen milden.

Sonntag, 13. Dezember 2026

Luzia (St. Lucia)

„Sankt Luzia stutzt den Tag und macht die längste Nacht.“

Lucia von Syrakus starb um 304 als Märtyrerin; ihr Name, abgeleitet von lateinisch lux (Licht), machte sie zur Lichtheiligen, die in Schweden mit Lichterkronen gefeiert wird. Vor der gregorianischen Kalenderreform von 1582 fiel ihr Tag nahezu auf die Wintersonnenwende, daher der Spruch. Ähnlich den Barbarazweigen säte man mancherorts am Luzientag Weizen in einen Topf und las aus der Höhe der Triebe zu Weihnachten die Ernte des kommenden Jahres.

Montag, 21. Dezember 2026

Thomas (Thomastag)

„Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht.“

Der Apostel Thomas, durch seinen Zweifel an der Auferstehung als „ungläubiger Thomas“ bekannt, wurde im Volkskalender am 21. Dezember gefeiert; im katholischen Kalender steht sein Fest seit 1969 am 3. Juli. Der Thomastag fällt in die Tage der Wintersonnenwende, und die Thomasnacht galt vielerorts als Losnacht; von nun an wuchs der Tag nach altem Spruch nur um einen „Hahnenschritt“.

25. bis 31. Dezember 2026

Beginn der Rauhnächte (Christnacht)

„In den Zwölf Nächten zeigt jede Nacht, wie der Monat im kommenden Jahr wird.“

Mit der Christnacht beginnen der Überlieferung nach die zwölf Rauhnächte bis zum Dreikönigstag (6. Januar). Nach altem Brauchtum wird in diesen Nächten geräuchert und das Haus mit Weihrauch und Kräutern gereinigt; aus dem Wetter jeder Nacht wird das Wetter des entsprechenden Monats gedeutet, während Wäscheaufhängen und laute Arbeit als unschicklich gelten.

Mondphasen und Pflanzentage: Mondkalender Dezember

Häufige Fragen

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Welche Bauernregeln gibt es für den Dezember?
Zu den bekanntesten Bauernregeln im Dezember gehören: „Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee. — Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“ (Barbaratag, 4. Dezember); „Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.“ (Nikolaus, 6. Dezember); „Sankt Luzia stutzt den Tag und macht die längste Nacht.“ (Luzia, 13. Dezember).
Welche Lostage fallen in den Dezember?
Der Bauernkalender kennt im Dezember 5 Lostage: Barbaratag (4. Dezember), Nikolaus (6. Dezember), Luzia (13. Dezember), Thomas (21. Dezember), Beginn der Rauhnächte (25.–31. Dezember).
Bauernregeln sind überliefertes Erfahrungswissen aus der Zeit vor der modernen Wettervorhersage. Durch die Kalenderreform von 1582 haben sich viele Termine um rund zehn Tage verschoben.