Bauernkalender · Monat 10
Bauernregeln im Oktober.
Die Lostage im Oktober mit ihren überlieferten Wetter- und Bauernregeln – und was sie im bäuerlichen Jahr bedeuteten. Die Wochentage gelten für Oktober 2026.
Sonntag, 4. Oktober 2026
Erntedankfest (erster Sonntag im Oktober)
„Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn — Kehrvers des überlieferten Erntedankliedes.“
Nach dem Einbringen der Ernte wird traditionell am ersten Sonntag im Oktober (vielerorts im Anschluss an Michaeli) für den Ertrag gedankt; Erntekrone und Erntekranz aus den letzten Ähren schmücken Kirche und Hof. Der Brauch verbindet den Dank für Feldfrüchte, Obst und Heilkräuter des Jahres.
Freitag, 16. Oktober 2026
Gallustag (St. Gallus)
„Ab Sankt Gall bleibt die Kuh im Stall.“
Der 16. Oktober gilt traditionell als Winterbeginn und Endtermin der Ernte: Was jetzt noch am Baum hängt, taugt nach alter Regel kaum zum Einlagern. Zeit des Einbringens der Rüben, des Viehauftriebs in den Stall und der Wintervorratshaltung.
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Ursula (St. Ursula)
„An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Judas drein.“
Ursula ist die Stadtpatronin von Köln; die Legende erzählt von ihrem Martyrium mit elftausend Gefährtinnen, an die die elf Flammen im Kölner Stadtwappen erinnern. Im Bauernjahr war ihr Tag der Termin, das Weißkraut vom Feld zu holen, bevor um Simon und Juda (28. Oktober) der erste Schnee drohte.
Mittwoch, 28. Oktober 2026
Simon und Juda
„Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei.“
Die Apostel Simon, genannt der Zelot, und Judas Thaddäus werden an einem gemeinsamen Tag verehrt. Im Bauernkalender galt der 28. Oktober als Grenze zum Winter: Bis dahin sollten das Kraut geschnitten und junge Bäume gepflanzt sein, denn danach rechnete man nach alter Erfahrung mit dem ersten Schnee.
Mondphasen und Pflanzentage: Mondkalender Oktober