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Altes Wissen

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Anwendungen

Anwendungen · Erkältung & Atemwege

Husten & Bronchien – überlieferte Hausmittel.

Rund um Husten und Bronchien greift die Volksheilkunde traditionell zu schleimreichen Kräutern wie Eibisch, Spitzwegerich und Königskerze, zum würzigen Thymian sowie zu alten Hausmitteln – allen voran der über Nacht angesetzte Zwiebelsaft, der Thymiansirup und der wärmende Kartoffelwickel. Aus der Aromatradition gesellen sich Eukalyptus-, Fichtennadel- und Thymianöl als Brustbalsam und Raumduft hinzu. Diese Öle erst ab 12 Jahren anwenden, bei Kindern auch nicht als Dampf oder Raumduft. Hält der Husten länger an, kommt Blut hinzu oder fällt das Atmen schwer, gehört das in ärztliche Hände.

25 Empfehlungen

Heilkräuter

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Alant — botanische Illustration
Räuchern Erkältungszeit Rauhnächte

Alant

Die Alantwurzel war die alte Brust- und Hustenwurzel der Klostergärten: Man trank sie als Abkochung oder Alantwein und lutschte in der Winterzeit kandierte Wurzelstücke, woran der Volksname „Brustalant“ erinnert. In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern nicht anwenden; beim Schneiden der frischen Wurzel Handschuhe tragen.

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Eibisch — botanische Illustration
Hals & Stimme Erkältungszeit Magen & Verdauung

Eibisch

Der Echte Eibisch (Althaea officinalis) ist der Schleimstoff-Klassiker der Klostergärten – schon der Gattungsname „Althaea“ geht auf das griechische „althaino“ (heilen) zurück. Seine schleimreiche Wurzel wurde nach alter Sammelregel kalt angesetzt und zählte seit der Antike zu den Brustkräutern bei rauem Hals.

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Fenchel — botanische Illustration
Teekräuter Küchengewürze Verdauungskräuter

Fenchel

Neben seinem Platz als Verdauungssamen kannte die Kräutertradition den Fenchel auch für Hals und Brust: Reife Früchte, in Honig oder Zucker ausgezogen, gab man in der Erkältungszeit löffelweise als Fenchelhonig.

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Gänseblümchen — botanische Illustration
Wildkräuter Garten & Sammeln Küche & Haushalt

Gänseblümchen

In Husten- und Brustteemischungen tauchten die getrockneten Blüten des Gänseblümchens über Jahrhunderte immer wieder auf; die Volksheilkunde schrieb ihnen zu, festsitzenden Schleim zu lösen. Bei Korbblütler-Allergie meiden; Tee für Kinder nur nach kinderärztlichem Rat.

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Gundermann — botanische Illustration
Wildkräuter Küche & Haushalt Garten & Sammeln

Gundermann

Saß der Husten fest und war die Brust verschleimt, kam auf dem Land ein Tee aus dem würzigen Gundermann auf den Tisch, oft mit etwas Honig gesüßt. Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht für Kinder und Jugendliche und nur kurzzeitig trinken.

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Holunder — botanische Illustration
Erkältungszeit Teekräuter Garten & Sammeln

Holunder

Der Schwarze Holunder galt als Hof- und Schutzbaum der mitteleuropäischen Volksheilkunde; sein heiß getrunkener Blütentee gehörte traditionell zur winterlichen Schwitzkur, wenn die Erkältung mit Husten ins Haus kam. Keine Schwitzkur in der Schwangerschaft – sie belastet den Kreislauf; bei Kindern und bei hohem oder anhaltendem Fieber ärztlichen Rat einholen.

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Kapuzinerkresse — botanische Illustration
Erkältungszeit Küche & Garten Essbare Blüten

Kapuzinerkresse

Dem scharfen Senfölkraut sagte man nach, den Atem freizumachen und die Brust zu lösen; bei verschleimtem Husten kamen die frischen Blätter aufs Brot oder in den Salat, gern im Gespann mit dem Meerrettich. Nicht für Kinder unter vier Jahren und nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren oder Nierenleiden.

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Knoblauchsrauke — botanische Illustration
Wildkräuter Küchenkräuter Frühjahrskur

Knoblauchsrauke

Der Senfschärfe der Knoblauchsrauke sagte man nach, zähen Schleim zu lösen, wenn nach einem nassen Winter der Husten festsaß. Nur sicher bestimmt sammeln – im Zweifel stehen lassen.

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Königskerze — botanische Illustration
Erkältungszeit Atemwege Teekräuter

Königskerze

Die goldgelben Blüten der Königskerze (Verbascum densiflorum) zählen in der Volksheilkunde seit jeher zu den klassischen Hustenkräutern der Erkältungszeit – wegen ihrer schleimstoffreichen Art ein fester Bestandteil alter Brusttee-Mischungen.

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Meerrettich — botanische Illustration
Erkältungszeit Wurzelkräuter Garten & Sammeln

Meerrettich

Weil seine scharfen Senföle zu einem guten Teil über den Atem wieder ausgeschieden werden, galt der frisch geriebene Meerrettich in der Volksheilkunde als Kraut für die verschleimte Brust. Nicht für Kinder unter vier Jahren und nicht bei Magen- oder Darmgeschwüren oder Nierenleiden; anhaltenden Husten ärztlich abklären lassen.

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Rotklee — botanische Illustration
Frauenheilkunde Wiesenkräuter Teekräuter

Rotklee

Der mildeste Gebrauch des Rotklees gehörte dem Hals: In der Erkältungszeit sagte man dem süßlichen Blütenaufguss nach, den Hustenreiz zu besänftigen. In Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden, bei Kindern nicht ohne ärztlichen Rat.

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Spitzwegerich — botanische Illustration
Erkältungszeit Garten & Sammeln Teekräuter

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist das Hustenkraut vom Wegesrand: Seine schleimstoffreichen Blätter wandern in der Volksheilkunde seit Jahrhunderten in Tee und Sirup, wenn der Hals kratzt und der Husten quält.

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Süßholz — botanische Illustration
Magen & Verdauung Erkältungszeit Hustenkräuter

Süßholz

Süßholz (Glycyrrhiza glabra) zählt zu den alten Brustkräutern der Klostergärten und wurde einst rund um Bamberg im großen Stil angebaut – überliefert für die Hustenmischung und zum Süßen bitterer Kräuter, dem natürlichen Glycyrrhizin der tief reichenden Wurzel sei Dank.

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Thymian — botanische Illustration
Erkältungszeit Teekräuter Küche & Haushalt

Thymian

Thymian gehört zu den ältesten Würz- und Heilkräutern Europas und zählt in der Volksheilkunde seit jeher zur Erkältungszeit – als Tee mit Honig, als Sirup und als warmer Brustwickel, wenn der Husten festsitzt.

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Hausmittel

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Erkältungsbalsam selber machen — Illustration
Erkältungszeit Küche & Haushalt Vorratskammer

Erkältungsbalsam selber machen

Die selbst gerührte Brusteinreibung der alten Hausapotheke: Ein Erkältungsbalsam wurde der Überlieferung nach abends auf Brust und Rücken aufgetragen, damit der würzige Duft die Nacht über aufsteigt. Erst ab 12 Jahren und nie im Gesicht oder unter der Nase auftragen.

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Erkältungstee selber machen — Illustration
Erkältungszeit Teekräuter Küche & Haushalt

Erkältungstee selber machen

Der Erkältungstee ist die überlieferte Vier-Kräuter-Mischung aus Linde, Holunder, Thymian und Kamille – nach altem Hausrezept heiß aufgebrüht und schluckweise getrunken.

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Honig-Zitronen-Trunk — Illustration
Erkältungszeit Küche & Haushalt Vorratskammer

Honig-Zitronen-Trunk

Der überlieferte Warmtrunk aus Honig und Zitrone gehört seit Generationen zu den einfachsten Hausmitteln der kalten Jahreszeit – heiß angerührt und langsam in kleinen Schlucken getrunken.

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Kartoffelwickel — Illustration
Wickel & Auflagen Erkältungszeit Küche & Haushalt

Kartoffelwickel

Der überlieferte Wärmewickel aus der Küche, für Brust, Hals und Nacken: Gekochte, zerdrückte Kartoffeln halten die Wärme lange und wurden traditionell als feuchtwarme Auflage auf die Brust gelegt. Vorher 30 Sekunden am eigenen Unterarm prüfen – warm, nie heiß.

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Thymiansirup selber machen — Illustration
Erkältungszeit Vorratskammer Küche & Haushalt

Thymiansirup selber machen

Der selbst angesetzte Thymiansirup ist der überlieferte Sirup der Erkältungszeit: im Spätsommer aus dem würzigen Kraut gekocht, mit Honig und Zitrone verrührt und in der alten Hausapotheke als fester Vorrat verwahrt.

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Zwiebelsaft — Illustration
Erkältungszeit Küche & Haushalt Hausapotheke

Zwiebelsaft

Der über Nacht angesetzte Zwiebelsaft ist der überlieferte Küchenklassiker der Erkältungszeit – seit Generationen aus Zwiebelwürfeln und Zucker oder Honig gezogen und löffelweise eingenommen.

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Häufige Fragen

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Welche Kräuter gelten bei Husten traditionell als Brustkräuter?
Die Volksheilkunde zählt seit Generationen die schleimreichen Eibisch, Spitzwegerich und Königskerze zu den überlieferten Brustkräutern der Erkältungszeit, dazu das würzige Süßholz und den Thymian. Diese Auswahl gehörte seit den Klostergärten des Mittelalters zum festen Bestand alter Brusttee-Mischungen.
Welches ätherische Öl wird Husten in der Aromatradition zugeordnet?
In der Aromatradition zählen Eukalyptusöl, Fichtennadelöl und Thymianöl zu den klassischen Düften der Erkältungszeit. Sie wurden seit jeher als Zusatz im Brustbalsam, in der Duftschale oder im wärmenden Erkältungsbad genutzt, wenn die kalte Jahreszeit ins Haus zog. Diese Öle erst ab 12 Jahren anwenden, bei Kindern auch nicht als Bad, Dampf oder Raumduft.
Wie bereitet man Zwiebelsaft und Thymiansirup nach altem Hausrezept zu?
Für den Zwiebelsaft werden Zwiebelwürfel mit Zucker oder Honig übergossen und über Nacht ziehen gelassen, bis sich löffelweise Saft abnehmen lässt. Beim Thymiansirup wird das würzige Kraut mit Honig oder Zucker eingelegt – beide gehörten in der alten Hausapotheke seit jeher zum festen Vorrat der Erkältungszeit. Kein Honig für Säuglinge unter 12 Monaten.
Woher stammt der Brauch des Kartoffelwickels bei Husten?
Der Kartoffelwickel ist der überlieferte Wärmewickel der bäuerlichen Hausapotheke: Gekochte, zerdrückte Kartoffeln halten die Wärme besonders lange und wurden traditionell als feuchtwarme Auflage auf die Brust gelegt. Den Wickel vor dem Auflegen 30 Sekunden am eigenen Unterarm prüfen: Er muss warm sein, darf aber nicht brennen. Auch der heiß getrunkene Holunderblütentee gehörte seit jeher zur winterlichen Schwitzkur, wenn die Erkältung mit Husten ins Haus kam. Keine Schwitzkur in der Schwangerschaft – sie belastet den Kreislauf; bei Kindern und bei hohem oder anhaltendem Fieber ärztlichen Rat einholen.
Wann sollte man bei Husten ärztlichen Rat suchen?
Hält der Husten länger als etwa drei Wochen an oder verschlimmert er sich zusehends, treten Atemnot, pfeifende Atmung oder ein Engegefühl in der Brust auf, oder wird blutiger beziehungsweise eitrig gefärbter Auswurf abgehustet, gehört das in ärztliche Hände. Das gilt ebenso bei hohem oder anhaltendem Fieber, bei Husten von Säuglingen und Kleinkindern sowie bei starken Beschwerden älterer oder chronisch kranker Menschen.

Wann zum Arzt?

Hausmittel und Überlieferung haben Grenzen. Ärztlichen Rat suchen, wenn eines dieser Zeichen zutrifft:

  • Der Husten hält länger als etwa drei Wochen an oder verschlimmert sich zunehmend
  • Atemnot, pfeifende Atmung oder Engegefühl in der Brust treten auf
  • Blutiger oder eitrig-gefärbter Auswurf wird abgehustet
  • Hohes oder anhaltendes Fieber begleitet den Husten
  • Husten bei Säuglingen, Kleinkindern oder bellender Husten mit Atemgeräuschen
  • Starke Beschwerden bei älteren oder chronisch kranken Menschen
  • Starke Schmerzen beim Atmen oder anhaltende Erschöpfung
Die Inhalte auf altes-wissen.org dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultiere bei gesundheitlichen Beschwerden immer eine Ärztin oder einen Arzt.

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