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Anwendungen

Anwendungen · Haut & Haare

Haarausfall: Kräuter und Öle der alten Haarpflege.

Bei Haarausfall greift die Volksheilkunde traditionell zu Brennnessel und Klettenwurzel als Haarwasser sowie zu Rosmarinöl für die Kopfhautmassage; auch Bockshornkleesamen und Zedernöl gehören zum überlieferten Repertoire der Haarpflege. Der Überlieferung nach wurden diese Kräuter als Spülung, Tee oder Einreibung gebraucht, um Haar und Kopfhaut zu kräftigen. Tritt der Haarausfall plötzlich, kreisrund oder in großen Büscheln auf, gehört die Ursache in ärztliche Abklärung.

7 Empfehlungen

Heilkräuter

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Birke — botanische Illustration
Frühjahrskur Bäume & Sträucher Garten & Sammeln

Birke

Der im Vorfrühling angezapfte Birkensaft wanderte als Haarwasser in die Kopfhaut: Man sagte ihm nach, Schuppen zu vertreiben und den Haarwuchs anzuregen. Nur frischen, kühl gelagerten Saft verwenden; wer auf Birkenpollen reagiert, klärt die Anwendung vorab ärztlich ab.

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Bockshornklee — botanische Illustration
Frauenheilkunde Stillzeit Küche & Gewürz

Bockshornklee

Den heuduftenden Bockshornkleesamen schrieb man in den Klostergärten Vorderasiens eine kräftigende Art zu; als eingeweichter Samenbrei auf der Kopfhaut zählt er traditionell zu den überlieferten Haarpflege-Anwendungen.

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Brennnessel — botanische Illustration
Frühjahrskur Garten & Sammeln Teekräuter

Brennnessel

Die mineralstoffreiche Brennnessel galt als Kraut der Frühjahrskur und gehört zu den klassischen Haarwässern der Volksheilkunde — der Sud aus Blättern und Wurzeln wurde über Generationen in die Kopfhaut einmassiert.

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Klette — botanische Illustration
Hautpflege Haarpflege Frühjahrskur

Klette

Aus der fleischigen Pfahlwurzel der Großen Klette presste man das überlieferte Klettenwurzelöl, das in der europäischen Volksheilkunde seit jeher als das Haaröl schlechthin gilt.

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Schachtelhalm — botanische Illustration
Garten & Sammeln Teekräuter Blasen & Nieren

Schachtelhalm

Wegen seiner Kieselsäure wurde dem „Zinnkraut“ über Generationen nachgesagt, Haare und Nägel zu festigen: Man trank den Tee als wochenlange Kur bei kraftlosem Haar und spülte das Haar mit dem abgekühlten Sud. Nur geprüfte Ware verwenden, denn der Sumpfschachtelhalm ist giftig; in Schwangerschaft und Stillzeit keine Kur.

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Häufige Fragen

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Welche Kräuter gelten bei Haarausfall traditionell als kräftigend für Haar und Kopfhaut?
In der Volksheilkunde zählen die mineralstoffreiche Brennnessel und die Große Klette seit jeher zu den klassischen Haarkräutern; aus der fleischigen Pfahlwurzel der Klette presste man das überlieferte Klettenwurzelöl. Auch die heuduftenden Bockshornkleesamen gehören zum überlieferten Repertoire der Kopfhautpflege. Der Sud oder das Öl wurde über Generationen nach der Wäsche in die Kopfhaut einmassiert.
Welches ätherische Öl wird der Haarpflege bei Haarausfall zugeordnet?
Der Aromatradition gilt vor allem das würzige Rosmarinöl als belebend für die Kopfhaut — schon in der Klostermedizin gab man einige Tropfen in die Massage. Das warme, holzige Zedernöl wurde traditionell in Haaröle und Einreibungen gemischt und begleitet mit seinem balsamischen Duft die überlieferte Kopfhautpflege. Beide Öle nur in einem Trägeröl verdünnt verwenden, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit und nicht für Kinder unter 12 Jahren; Rosmarinöl auch nicht bei Epilepsie.
Wie bereitet man ein Brennnessel-Haarwasser zu und wie wendet man Bockshornkleesamen an?
Für das überlieferte Haarwasser wird ein Sud aus Brennnesselblättern und Wurzeln gekocht, abgekühlt und nach dem Waschen in die Kopfhaut einmassiert. Die Bockshornkleesamen werden über Nacht eingeweicht, zu einem Brei zerdrückt und traditionell auf die Kopfhaut aufgetragen; einige Tropfen Rosmarinöl kamen zur Massage hinzu. Rosmarinöl nur in einem Trägeröl verdünnt verwenden; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Epilepsie und für Kinder unter 12 Jahren.
Woher stammt das Klettenwurzelöl in der überlieferten Haarpflege?
Das Klettenwurzelöl wird aus der Pfahlwurzel der Großen Klette gepresst und gilt in der europäischen Volksheilkunde seit jeher als das Haaröl schlechthin. Die Bockshornkleesamen wiederum wurden in den Klostergärten Vorderasiens verwendet und wanderten von dort in die überlieferte Haar- und Kopfhautpflege.
Wann sollte man bei Haarausfall ärztlichen Rat suchen?
Ärztliche Abklärung ist angezeigt, wenn der Haarausfall plötzlich einsetzt, in großen Büscheln ausfällt oder kreisrunde, kahle Stellen bildet, ebenso beim Verlust von Augenbrauen und Wimpern. Auch begleitende Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsveränderung oder Hautausschlag an der Kopfhaut, ein Beginn nach neuen Medikamenten oder bei bekannter Schilddrüsenstörung sowie ein anhaltend zunehmender Verlust über Monate gehören in ärztliche Hände.

Wann zum Arzt?

Hausmittel und Überlieferung haben Grenzen. Ärztlichen Rat suchen, wenn eines dieser Zeichen zutrifft:

  • Der Haarausfall setzt plötzlich ein oder fällt in großen Büscheln aus
  • Kreisrunde, kahle Stellen am Kopf oder Verlust von Augenbrauen und Wimpern
  • Begleitende Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsveränderung oder Hautausschlag an der Kopfhaut
  • Haarausfall nach Beginn neuer Medikamente oder bei bekannter Schilddrüsen- oder Stoffwechselstörung
  • Anhaltender, sich verstärkender Verlust über mehrere Monate ohne erkennbaren Anlass
Die Inhalte auf altes-wissen.org dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultiere bei gesundheitlichen Beschwerden immer eine Ärztin oder einen Arzt.

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