Anwendungen · Schwangerschaft & Stillzeit
Milchbildung & Stilltee: überliefertes Wissen.
Rund um die Milchbildung in der Stillzeit greift die Volksheilkunde zu den alten Samengewürzen: Bockshornklee als würzige Saat aus den Klostergärten und der überlieferte Stilltee aus Fenchel, Anis und Kümmel. Die Steinheilkunde ordnet diesem Lebensabschnitt begleitend den Chalcedon zu, der seit jeher mit der Mutterschaft verbunden wird. In der Stillzeit Stilltee und Bockshornklee nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin einnehmen; in der Schwangerschaft weder Stilltee noch arzneiliche Mengen Bockshornklee. Bleibt die Milchmenge anhaltend gering oder gibt es Sorgen um das Gedeihen des Kindes, gehört die Begleitung in die Hände von Hebamme oder Ärztin.
Heilkräuter
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Bockshornklee
Der wärmeliebende Hülsenfrüchtler aus Vorderasien zählt zu den ältesten Stillkräutern überhaupt — seine nach Heu duftenden Samen hatten in Klostergärten und Stillstuben seit der Antike einen festen Platz, und der Überlieferung nach reichte man Wöchnerinnen die gerösteten Körner als würzigen Sud. In der Stillzeit nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin einnehmen.
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Fenchel
Der volkstümliche Name „Frauenfenchel“ verweist auf die Wochenstube: Als Teil des Stilltees reichte man den Samen stillenden Müttern, und über Generationen galt er als Kraut der Stillzeit. Fencheltee in der Stillzeit nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin trinken; auf reines ätherisches Fenchelöl in Schwangerschaft und Stillzeit verzichten.
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Kümmel
In der Wochenstube mischte man den würzigen Kümmelsamen unter die Stillkräuter und reichte ihn stillenden Müttern über Generationen als Tee, oft zusammen mit Fenchel und Anis. In der Stillzeit Kümmel nur in üblichen Küchenmengen, Kümmeltee nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin; auf reines ätherisches Kümmelöl verzichten.
Mehr erfahrenHäufige Fragen
5Welche Kräuter kennt die Volksheilkunde rund um die Stillzeit?
Welcher Heilstein wird der Stillzeit zugeordnet?
Wie wird der überlieferte Stilltee zubereitet?
Woher stammt der Brauch, Wöchnerinnen Bockshornklee zu reichen?
Wann sollte man bei der Milchbildung ärztlichen Rat suchen?
Wann zum Arzt?
Hausmittel und Überlieferung haben Grenzen. Ärztlichen Rat suchen, wenn eines dieser Zeichen zutrifft:
- Das Kind nimmt nicht ausreichend zu oder zeigt deutlich weniger nasse Windeln als gewohnt
- Die Milchmenge bleibt trotz häufigem Anlegen über Tage hinweg auffallend gering
- Schmerzende, gerötete oder überwärmte Brust, eventuell mit Fieber (mögliche Anzeichen eines Milchstaus oder einer Brustentzündung)
- Anhaltende Erschöpfung, gedrückte Stimmung oder das Gefühl, mit dem Stillen überfordert zu sein
- In der Schwangerschaft keine arzneilichen Mengen Bockshornklee einnehmen; bei Diabetes größere Mengen vorher ärztlich abklären, bei Hülsenfrucht-Allergie ganz darauf verzichten
Alle Anwendungsgebiete im Überblick.
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