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Hausmittel

Hausmittel · Rezeptur

Brennnesseljauche.

Vergorener Brennnesselansatz als Flüssigdünger für stark zehrendes Gemüse, dazu der getrennt angesetzte kalte Auszug als Spritzbrühe gegen Blattläuse

Von R. Josef Hubert Kluth · Zuletzt redaktionell geprüft:

Garten Pflanzenpflege Bauerngarten
Altersgrenze
Gartenansatz – nicht zum Verzehr; Fass und Eimer abdecken und sichern, Kinder und Haustiere fernhalten
Haltbarkeit
Fertige, abgeseihte Jauche bis zum Ende der Gartensaison; verdünnte Spritzbrühe innerhalb von 24 Stunden verbrauchen
Zutaten
7
Vor der Anwendung: Hinweise zu Sicherheit & Gegenanzeigen lesen
Brennnesseljauche — Illustration im Herbarium-Stil

Zutaten

Zutatenliste
Zutat Menge
Frische Brennnesseln Junge Triebe ohne Blüten und Samen, mit Handschuhen schneiden und grob zerkleinern ca. 1 kg auf 10 l Wasser (Jauche) bzw. 75 g auf 1 l (kalter Auszug)
Getrocknete Brennnesseln (statt frischer) 150 g auf 10 l (Jauche) bzw. 15 g auf 1 l (kalter Auszug)
Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser Für die Jauche 10 l
Trinkwasser Für den kalten Auszug gegen Blattläuse 1 l zum Ansetzen, 5 l zum Verdünnen
Gesteinsmehl Optional, mindert den Geruch der gärenden Jauche 1 Handvoll
Gefäß aus Kunststoff, Holz oder Ton Kein Metall; mit Deckel oder Gitter sichern, aber nicht luftdicht verschließen mind. 15 l Fassungsvermögen
Schutzhandschuhe Zum Schneiden der Brennnesseln 1 Paar
Auf dieser Seite11Abschnitte
  1. 01 Häufige Fragen
  2. 02 Traditionelles Wirkverständnis
  3. 03 Basiswissen
  4. 04 Zutaten
  5. 05 Zubereitung
  6. 06 Anwendung
  7. 07 Sicherheit
  8. 08 Varianten
  9. 09 Haltbarkeit & Aufbewahrung
  10. 10 Querverweise
  11. 11 Quellen & Literatur

Häufige Fragen

Wie wird Brennnesseljauche angesetzt?
Etwa 1 kg frische, grob zerkleinerte Brennnesseln ohne Samen oder 150 g getrocknetes Kraut kommen mit 10 Litern Regenwasser in ein Gefäß aus Kunststoff, Holz oder Ton, nie aus Metall. Das Gefäß steht abgedeckt, aber nicht luftdicht verschlossen an einem sonnigen Platz, und die Jauche wird täglich umgerührt. Nach 10 Tagen bis 3 Wochen schäumt sie nicht mehr, ist dunkel geworden und wird abgeseiht.
In welchem Verhältnis wird Brennnesseljauche verdünnt?
Zum Düngen wird die Jauche 1:10 mit Wasser verdünnt, für Jungpflanzen und Setzlinge 1:20, und direkt in den Wurzelbereich gegossen. Unverdünnt kommt sie nicht an die Pflanzen. Für eine Gießkanne mit 10 Litern Wasser reicht also etwa ein Liter Jauche.
Was unterscheidet Brennnesseljauche vom Brennnesselauszug gegen Blattläuse?
Die Jauche gärt über Wochen und dient verdünnt als Dünger für die Wurzeln. Der kalte Auszug zieht dagegen nur 24 Stunden: 75 g frische Blätter auf 1 Liter Trinkwasser, abgeseiht und mit der fünffachen Menge Wasser verdünnt. Diese Spritzbrühe wird erst bei Befall direkt auf die Läuse gesprüht, und zwischen der letzten Spritzung und der Ernte liegen mindestens 7 Tage.
Welche Pflanzen vertragen Brennnesseljauche und welche nicht?
Dankbar sind stark zehrende Gemüse wie Tomaten, Kürbis und Kohl, und auch die meisten Pflanzen in Blumen- und Obstgarten vertragen die verdünnte Jauche. Möhren, Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln vertragen ihren hohen Stickstoffgehalt dagegen nicht. Wer zu reichlich düngt, bekommt weiches Pflanzengewebe, das anfälliger für Schaderreger ist.
Warum stinkt Brennnesseljauche und wie lässt sich der Geruch mildern?
Der Geruch gehört zur Gärung: Nach ein paar Tagen zeigt er, dass der Ansatz arbeitet. Eine Handvoll Gesteinsmehl, tägliches Umrühren und ein Platz abseits von Terrasse und Nachbarzaun machen ihn erträglicher. Das Gefäß bleibt dabei abgedeckt, aber nicht luftdicht verschlossen und für Kinder und Haustiere unerreichbar.

Traditionelles Wirkverständnis

Hinweis: Die folgenden Beschreibungen beruhen auf überlieferter Gartenpraxis. Für den Einsatz gegen Blattläuse gelten die Vorgaben im Abschnitt „Sicherheit“.

In der Gartenpraxis gilt die vergorene Brennnesseljauche als flüssiger Dünger, der die Pflanzen „von innen“ stärken soll; der nur kurz angesetzte kalte Auszug dagegen wird abgeseiht und über die Blätter gespritzt.1

Verdünnte, vergorene Brennnesselansätze haben als flüssiger Blattdünger eine lange Gebrauchsgeschichte.2

Bis heute führen Gartenmerkblätter von Landesbehörden die Brennnesseljauche als Stickstoffdünger für stark zehrendes Gemüse.3 Auch das Spritzen gegen Blattläuse hat inzwischen einen festen Rahmen: 2015 beantragte das Institut Technique de l’Agriculture Biologique (ITAB), die Brennnessel als Grundstoff für den Pflanzenschutz zu genehmigen, und seit dem 30. März 2017 ist Urtica spp. in der EU als Grundstoff genehmigt – mit genauen Bedingungen für Zubereitung und Anwendung.4

Basiswissen

Unter dem Namen Brennnesseljauche laufen zwei verschiedene Zubereitungen: die über Wochen vergorene Jauche, die verdünnt als Dünger an die Wurzeln kommt, und der nur einen Tag angesetzte kalte Auszug, der als Spritzbrühe gegen Blattläuse dient. Kraut und Wasser sind bei beiden dieselben, den Unterschied macht die Zeit.5

Das Wort Jauche hat eine überraschend appetitliche Herkunft. Es ist aus dem Altsorbischen oder Altpolabischen entlehnt, wo jucha neben dem flüssigen Stalldünger auch Brühe und Suppe bedeutete. Die urslawische Wurzel meinte eine dicke Fleischbrühe; verwandt ist das russische uchá, die Fischsuppe. Als Wort für den Dünger setzte sich Jauche in der Schriftsprache im 18. Jahrhundert durch.6

Die Brennnessel enthält in der Trockenmasse 2 bis 4 Prozent Stickstoff. Als Jauche liefert sie einen rasch verfügbaren Stickstoffdünger, der vor allem stark zehrenden Gemüsekulturen wie Tomaten, Kürbis oder Kohl zugutekommt.7

Wer die Nesseln dafür schneidet, nimmt sie einer ganzen Tiergemeinschaft weg: 49 Raupenarten fressen an der Brennnessel, die Raupen von Kleinem Fuchs, Tagpfauenauge, Admiral und Landkärtchen sogar ausschließlich.8 Ein Teil des Bestands bleibt deshalb besser stehen.

Zutaten

Für die Jauche genügen Brennnesseln, Wasser und ein Gefäß aus Kunststoff, Holz oder Ton; für den kalten Auszug reicht eine kleine Menge frischer Blätter in Trinkwasser.

ZutatMengeHinweis
Frische Brennnesselnca. 1 kg auf 10 l Wasser (Jauche) bzw. 75 g auf 1 l (kalter Auszug)Junge Triebe ohne Blüten und Samen, mit Handschuhen schneiden und grob zerkleinern
Getrocknete Brennnesseln (statt frischer)150 g auf 10 l (Jauche) bzw. 15 g auf 1 l (kalter Auszug)Praktisch, wenn nur der Vorrat zur Hand ist
Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser10 lFür die Jauche
Trinkwasser1 l zum Ansetzen, 5 l zum VerdünnenFür den kalten Auszug gegen Blattläuse
Gesteinsmehl1 HandvollOptional, mindert den Geruch der gärenden Jauche
Gefäß aus Kunststoff, Holz oder Tonmind. 15 l FassungsvermögenKein Metall; mit Deckel oder Gitter sichern, aber nicht luftdicht verschließen
Schutzhandschuhe1 PaarZum Schneiden der Brennnesseln

Zubereitung

Für die Jauche gärt das Kraut 10 Tage bis 3 Wochen in Wasser, für den kalten Auszug zieht es nur 24 Stunden; beide Ansätze werden vor dem Gebrauch abgeseiht.

Brennnesseljauche (Dünger)

  1. Schneiden: Junge Brennnesseln mit Handschuhen schneiden. Blühende Pflanzen nicht verwenden, da sie Samen enthalten können.9 Das Kraut grob zerkleinern.
  2. Ansetzen: Auf 10 Liter Wasser etwa 1 kg frisches oder 150 g getrocknetes Kraut rechnen.10 Am besten eignet sich Regenwasser, sonst abgestandenes Leitungswasser; oben eine Handbreit Platz lassen, weil die Jauche während der Gärung schäumt.11
  3. Abdecken und aufstellen: Das Gefäß an einen sonnigen Platz stellen und abdecken, aber nicht luftdicht verschließen; wie es gegen Kinder und Tiere gesichert wird, steht im Abschnitt „Sicherheit“.
  4. Täglich umrühren: Ein- bis zweimal am Tag kräftig umrühren, damit Sauerstoff in den Ansatz kommt; eine Handvoll Gesteinsmehl mindert den Geruch.12
  5. Reifen lassen und abseihen: Nach zehn bis 14 Tagen kann die Jauche fertig sein; sobald sie nicht mehr schäumt, wird sie abgesiebt, und die Pflanzenreste wandern als Mulch ins Beet.13 Andere Merkblätter rechnen mit zwei bis drei Wochen, bis die Flüssigkeit dunkel ist und die Pflanzenreste größtenteils abgesunken sind.14

Kalter Auszug gegen Blattläuse (Spritzbrühe)

Für den Auszug gelten die Bedingungen der EU-Genehmigung der Brennnessel als Grundstoff; eigene, abweichende Mischungen sind als Mittel gegen Schädlinge nicht erlaubt (siehe Abschnitt „Sicherheit“).

  1. Ansetzen: 75 g frische oder 15 g getrocknete Brennnesselblätter – junge, saubere und gewaschene Triebe, die noch keinen Samen tragen – in 1 Liter Trinkwasser einweichen; zerkleinertes Kraut setzt schneller an.15
  2. Ziehen lassen: Gegen Blattläuse reichen 24 Stunden bei etwa 20 °C.16
  3. Abseihen und verdünnen: Den Auszug abseihen und mit der fünffachen Menge Trinkwasser verdünnen.17 Aus 1 Liter Auszug werden so 6 Liter Spritzbrühe; für eine Sprühflasche genügen 15 g frische Blätter in 200 ml Wasser, nach dem Abseihen mit 1 Liter Wasser verdünnt.
  4. Gleich verbrauchen: Die verdünnte Brühe verliert rasch an Wirkung und wird innerhalb von 24 Stunden ausgebracht.18

Anwendung

Die Jauche wird verdünnt in den Wurzelbereich gegossen, die Spritzbrühe erst bei Befall direkt auf die Blattläuse gesprüht. Für beide gelten die Grenzen im Abschnitt „Sicherheit“.

Jauche als Dünger

  • Verdünnen: Für eingewachsene Pflanzen 1:10 mit Wasser verdünnen, für Jungpflanzen 1:20.19 Unverdünnt kommt die Jauche nicht an die Pflanzen.
  • An die Wurzeln gießen: Die verdünnte Jauche direkt zu den Wurzeln gießen.20 Am besten eignet sich eine Gießkanne ohne Brause.
  • Wer sie mag – und wer nicht: Dankbar sind stark zehrende Gemüse wie Tomaten, Kürbis und Kohl (siehe Abschnitt „Basiswissen“). Möhren, Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln vertragen die stickstoffreiche Jauche dagegen nicht.21
  • Maß halten: Zu reichlich ausgebrachte Brennnesselextrakte machen das Pflanzengewebe weich und anfälliger für Schaderreger.22

Spritzbrühe gegen Blattläuse

  • Wo sie genehmigt ist: Im Freiland gegen Blattläuse an Obstgehölzen wie Apfel, Pflaume, Pfirsich, Kirsche, Walnuss und Roter Johannisbeere, an Bohnen, Kartoffeln, Salat und Kohl, an Rotem Holunder, Rosen und Spiersträuchern.23
  • Direkt treffen: Blätter und Triebe so spritzen, dass die Läuse getroffen werden; vorbeugend gespritzt bleibt die Brühe wirkungslos. Üblich sind 1 bis 5 Spritzungen im Abstand von 7 bis 15 Tagen, je 10 Quadratmeter Gemüsebeet 0,3 bis 0,5 Liter.24
  • Wetter: Möglichst an trüben Tagen ohne pralle Sonne spritzen.
  • Grenzen: Starker, weit fortgeschrittener Befall lässt sich mit Pflanzenauszügen nicht ausreichend eindämmen.25

Sicherheit

Ein Jauchefass ist ein offener Behälter voller Flüssigkeit und gehört gesichert; dazu kommen Hygiene bei Gemüse und Salat und die rechtlichen Grenzen beim Spritzen gegen Schädlinge.

  • Kleine Kinder: Bis zum Alter von etwa 15 Monaten kann ein Kind schon in zehn Zentimetern Wasser ertrinken, und auch ein mit Wasser gefüllter Bottich ist für Kinder gefährlich.26 Wo kleine Kinder im Garten sind, die Jauche nur im kleinen Eimer ansetzen, mit einem festen, nicht luftdicht schließenden Deckel sichern und außer Reichweite stellen; auf große offene Fässer verzichten und Kinder in der Nähe nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Tiere: Das Gefäß mit einem Gitter oder Netz abdecken, damit keine Tiere hineinfallen.27 Haustiere nicht aus dem Ansatz trinken lassen.
  • Nicht luftdicht verschließen: Den Behälter abdecken, aber nicht luftdicht verschließen, damit die bei der Gärung entstehenden Gase entweichen können.28
  • Kein Metall: Für die Jauche kein Gefäß aus Metall verwenden, da es während der Gärung zu chemischen Reaktionen kommen kann.29
  • Brennhaare: Brennnesseln nur mit Handschuhen und langen Ärmeln schneiden; die Brennhaare hinterlassen brennende Quaddeln.
  • Nicht zum Verzehr: Jauche und Spritzbrühe sind weder Getränk noch Tee. Gefäße beschriften, nicht in Getränkeflaschen umfüllen und nach der Arbeit die Hände waschen.
  • Gemüse und Salat: Unter unhygienischen Bedingungen können sich beim Ansetzen Krankheitserreger wie E. coli vermehren; gelangt die Flüssigkeit auf essbare Pflanzenteile, ist das ein Risiko für die Lebensmittelsicherheit.30 Jauche deshalb nur in den Wurzelbereich gießen, nicht über Salat, Kräuter oder Blattgemüse, die bald geerntet werden. Für die Spritzbrühe Trinkwasser, saubere Gefäße und gewaschene Blätter verwenden und das Erntegut vor dem Essen gründlich waschen.
  • Wartezeit: Zwischen der letzten Spritzung mit der Brennnessel-Spritzbrühe und der Ernte mindestens 7 Tage einhalten.31
  • Pflanzenschutzrecht: Gegen Blattläuse darf der Auszug nur so verwendet werden, wie es die EU-Genehmigung vorsieht; Kulturpflanze, Schädling, Konzentration, Menge, Zahl der Anwendungen und Wartezeit sind verpflichtend.32 Im Haus- und Kleingarten dürfen auch Freizeitgärtner Grundstoffe wie die Brennnessel einsetzen.33
  • Andere Kräuterbrühen: Schafgarbe, Große Klette, Wermut, Beifuß, Rainfarn und Beinwellblätter sind nicht als Grundstoff genehmigt; Brühen und Jauchen daraus dürfen nicht gegen Schädlinge oder Krankheiten eingesetzt werden.34
  • Sammeln: Nur Pflanzen sammeln, die sicher erkannt sind, und in der freien Natur die Regeln des Natur- und Artenschutzes beachten.35 Nicht zu viele Pflanzen von einem Standort nehmen, damit der Bestand erhalten bleibt.36 Brennnesseln von Straßenrändern, frisch gespritzten Feldrändern und Hundewiesen meiden.

Varianten

Neben der Jauche aus frischem Kraut stehen der Brennnesselmulch, die Beinwelljauche als zweiter Flüssigdünger und die stark verdünnte gärende Jauche, die manche Merkblätter auf die Blätter spritzen.

  • Aus getrockneten Brennnesseln: 150 g getrocknetes Kraut auf 10 Liter Wasser ansetzen (siehe Abschnitt „Zubereitung“) – praktisch außerhalb der Wachstumszeit, wenn nur der Vorrat zur Hand ist.
  • Brennnesselmulch: Auch als Mulch ist die Brennnessel als Grundstoff genehmigt, für Gurken, Tomaten, Rosen, Ziergehölze und Prunus-Arten: 83 g getrocknetes, oberirdisches Kraut mit 1 kg Mulch gemischt, rund 15 g Kraut je 10 Quadratmeter, einmal ausgebracht.37
  • Beinwelljauche: 1 kg frisches Beinwellkraut auf 10 Liter Wasser, 1:10 verdünnt in den Wurzelbereich gegossen; wegen der enthaltenen Alkaloide nicht flächendeckend und nicht übermäßig einsetzen.38 Beinwelljauche dient nur als Dünger, nicht gegen Schädlinge (siehe Beinwell und Abschnitt „Sicherheit“).
  • Gärende Jauche auf die Blätter: Manche Gartenmerkblätter empfehlen, noch gärende Jauche 1:50 verdünnt über die Blätter zu spritzen.39 Als Mittel gegen Blattläuse ist in Deutschland jedoch nur der Auszug nach den Bedingungen der Grundstoff-Genehmigung erlaubt (siehe Abschnitt „Sicherheit“).

Haltbarkeit & Aufbewahrung

Die fertige, abgeseihte Jauche hält bis zum Ende der Gartensaison, die verdünnte Spritzbrühe dagegen nur einen Tag.

  • Jauche: Sobald sie nicht mehr schäumt, kann das Fass mit einem normalen Deckel verschlossen werden; so hält sie bis zum Ende des Gartenjahres, und Reste kommen im Herbst auf den Kompost.40
  • Spritzbrühe: Nur so viel ansetzen, wie an einem Tag gebraucht wird, und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen (siehe Abschnitt „Zubereitung“).
  • Aufbewahrung: Gefäße mit Inhalt und Datum beschriften und für Kinder und Haustiere unerreichbar abstellen.

Querverweise

  • Kraut: Brennnessel – Botanik, Sammelzeit und Küche der Pflanze, aus der die Jauche entsteht
  • Verwandter Ansatz: Beinwell – Wildkraut mit eigener Jauche-Tradition und deutlichen Grenzen
  • Mischkultur: Kapuzinerkresse – Die Nachbarin am Beetrand, auf der sich Blattläuse gern sammeln
  • Mondkalender: Säen & Pflanzen nach dem Mond – Pflanzentage und Gärtnerregeln der Mondkalender fürs Beet

Quellen & Literatur

Belege

  1. Werner Ollig, Eva Morgenstern, Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR): Einsatz von Pflanzenextrakten (Kaltwasserauszug/ Jauche), S. 1, Abschnitt 3 „Herstellung von Jauchen und Kaltwasserauszügen“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  2. Europäische Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD SANTE): Final Review report for the basic substance Urtica spp. (SANTE/11809/2016 – rev. 0.1), Abschnitt 3 „Overall conclusion in the context of Regulation (EC) No 1107/2009“, S. 4 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  3. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 4, Tabelle der Rezepte, Zeile „Brennnessel“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  4. Europäische Kommission: Durchführungsverordnung (EU) 2017/419 der Kommission vom 9. März 2017 zur Genehmigung des Grundstoffs Urtica spp. gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und zur Änderung des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 540/2011 der Kommission, Erwägungsgrund 1, Artikel 1 und Anhang I — Original · Fundstelle Behörde ↩
  5. Werner Ollig, Eva Morgenstern, Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR): Einsatz von Pflanzenextrakten (Kaltwasserauszug/ Jauche), S. 2, Bildunterschrift und Einsatzbeispiele „Brennnessel“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  6. Wolfgang Pfeifer u. a.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, Artikel „Jauche“ — Original · Fundstelle Fachliteratur ↩
  7. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesseljauche – natürlicher Dünger für Starkzehrer“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  8. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Lebensraum für Insekten und wertvolle Wildpflanze“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  9. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesseljauche – natürlicher Dünger für Starkzehrer“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  10. Werner Ollig, Eva Morgenstern, Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR): Einsatz von Pflanzenextrakten (Kaltwasserauszug/ Jauche), S. 1, Abschnitt 3, „Grundrezept“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  11. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 3, „Tipps für die Praxis – Herstellung der Jauche“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  12. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesseljauche – natürlicher Dünger für Starkzehrer“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  13. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesseljauche – natürlicher Dünger für Starkzehrer“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  14. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 3, „Jauche, Brühe, Tee“ und „Herstellung der Jauche“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  15. Europäische Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD SANTE): Final Review report for the basic substance Urtica spp. (SANTE/11809/2016 – rev. 0.1), Appendix I, „Preparation to be used – For spray applications“, S. 7 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  16. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt: Grundstoff Urtica spp. (Brennnessel), „Genehmigte Anwendungen als Insektizid“, Spalte Aufwandmenge, S. 2–3 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  17. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt: Grundstoff Urtica spp. (Brennnessel), „Zubereitung – Für Spritzanwendungen“, S. 2 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  18. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesselsud im Pflanzenschutz“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  19. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesseljauche – natürlicher Dünger für Starkzehrer“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  20. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 3, „Herstellung der Jauche“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  21. Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU), VerbraucherFenster Hessen: Brennnesseln – in einem Naturgarten unerlässlich, Abschnitt „Brennnesseln als pflanzlicher Dünger – günstig, ökologisch und einfach“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  22. Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), Referat Pflanzenschutz und Saatgut: Naturstoffe für Pflanzenschutz und Pflanzenstärkung (Haus- und Kleingarten), S. 2, Abschnitt „Selbst hergestellte PStM“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  23. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt: Grundstoff Urtica spp. (Brennnessel), „Genehmigte Anwendungen als Insektizid“, S. 2–3 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  24. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt: Grundstoff Urtica spp. (Brennnessel), „Genehmigte Anwendungen als Insektizid“, Zeilen Bohne und Blattgemüse, S. 2 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  25. Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), Referat Pflanzenschutz und Saatgut: Naturstoffe für Pflanzenschutz und Pflanzenstärkung (Haus- und Kleingarten), S. 2, Abschnitt „Selbst hergestellte PStM“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  26. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Wasser – Faszination mit besonderen Gefahren, Abschnitte „Weshalb kleine Kinder besonders gefährdet sind“ und „Gartenteich und Regentonne – aber nur gesichert“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  27. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 3, „Herstellung der Jauche“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  28. Paula Clauß, Hessische Gartenakademie, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH): Die Brennnessel – viel mehr als ein Unkraut!, Abschnitt „Brennnesseljauche – natürlicher Dünger für Starkzehrer“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  29. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 3, „Herstellung der Jauche“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  30. Europäische Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (GD SANTE): Final Review report for the basic substance Urtica spp. (SANTE/11809/2016 – rev. 0.1), Abschnitt 3, offener Punkt zu Kapitel 5, S. 4; Abschnitt 5, S. 5 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  31. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt: Grundstoff Urtica spp. (Brennnessel), „Genehmigte Anwendungen als Insektizid“, Spalte Wartezeit, S. 2–3 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  32. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst: Grundstoffe, Abschnitt „Grundstoffe“, zweiter Absatz — Original · Fundstelle Behörde ↩
  33. Pflanzenschutzamt Berlin: Grundstoffe im Pflanzenschutz, Abschnitt „Zulässigkeit der Anwendung im Haus- und Kleingarten“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  34. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst: Grundstoffe, Abschnitt „Nicht genehmigte Grundstoffe“ mit Tabelle — Original · Fundstelle Behörde ↩
  35. Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR), Referat Pflanzenschutz und Saatgut: Naturstoffe für Pflanzenschutz und Pflanzenstärkung (Haus- und Kleingarten), S. 1, Abschnitt zur Selbstherstellung — Original · Fundstelle Behörde ↩
  36. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 7, „Woher bekomme ich die benötigten Pflanzenteile?“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  37. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt: Grundstoff Urtica spp. (Brennnessel), „Zubereitung – Für Mulchanwendungen“ und „Genehmigte Anwendungen als Fungizid“, S. 5 — Original · Fundstelle Behörde ↩
  38. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 4, Tabelle der Rezepte, Zeile „Beinwell“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  39. Land Oberösterreich, Abteilung Land- und Forstwirtschaft (Aktion „Natur im Garten“, Text: S. Kropf): Brühen, Jauchen und Tees selbst gemacht. Vorbeugen & Düngen mit Rohstoffen aus der Natur, S. 4, Tabelle der Rezepte, Zeile „Brennnessel“ — Original · Fundstelle Behörde ↩
  40. Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU), VerbraucherFenster Hessen: Brennnesseln – in einem Naturgarten unerlässlich, Abschnitt „Brennnesseljauche herstellen – so einfach geht´s“ — Original · Fundstelle Behörde ↩

Literatur

Haushalts- und Gartenmittel sind überliefertes Erfahrungswissen und nicht zum Verzehr bestimmt. Ansätze beschriften und außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.

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